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  • Bild: efa NRW

Circular Design im Fokus: Dritter Circular Design Summit

Ohne eine konsequente Kreislaufwirtschaft bzw. Circular Economy lassen sich Klima- und Naturschutzziele nicht erreichen. Zirkuläre Geschäftsmodelle sind deswegen unumgänglich. Die Effizienz-Agentur NRW (efa) richtet am 23. April 2026 den 3. Circular Design Summit NRW aus. Im Fokus stehen anwendungsorientierte Lösungen und erfolgreiche Circular-Design-Umsetzungen.

Das factory-Magazin "Fakten" von efa und Wuppertal Institut fasste sie zuletzt noch einmal zusammen: Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Notwendigkeit zu mehr Ressourcenschutz und weniger Naturverbrauch. Und jüngst warnte der Weltbiodiversitätsrat vor dem Weiter-so. Mit entscheidend für diesen Wirtschaftswandel ist die Etablierung einer konsequenten Circular Economy, beginnend mit einem "Circular Design" für Produkt- und Dienstleistungsgestaltung.

Unter dem daran anschließenden Motto „Es geht wieder rund!“ will die efa mit dem mittlerweile dritten CD-Summit die zunehmende Bedeutung geschlossener Material- und Produktkreisläufe für Wirtschaft und Gesellschaft weiter verbreiten. Wie erfolgreich Unternehmen mit zirkulär orientierten Entwicklungen sein können, zeigte die efa zuletzt 2025 mit den Preisträger*innen des NRW-Preis Ressourcenschonung. Schließlich geht es eben auch um den Profit durch mehr Zirkularität.

Im Zentrum des Summits steht daher Circular Design als Ansatz, der bereits mit der Produktentwicklung beginnt. Das Ziel ist bekannt: Es gilt, den Ressourcenverbrauch zu reduzieren, Materialien länger im Kreislauf zu halten und Abhängigkeiten von primären Rohstoffen zu verringern. Hinzu kommt die Reduktion der gestiegenen globalen Lieferkettenrisiken und steigender Rohstoffpreise und -abhängigkeiten.

Den Design-Summit werden laut efa Impulse aus Politik und Wissenschaft eröffnen. Nach der Eröffnung durch Staatssekretär Viktor Haase (Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW) erläutert Prof. Dr. Christa Liedtke vom Wuppertal Institut in ihrer Keynote, warum lineare Wirtschaftsmodelle an strukturelle Grenzen stoßen und welche Rolle Designansätze für eine resilientere Rohstoffnutzung spielen können.

Liedtke ist Expertin für ressourcenschonende Produkt- und Dienstleistungssysteme. Die Mittel des Transition Designs und ihre Durchsetzung beschreibt Liedtke ausführlich im factory-Magazin Design.

 

Praxis, Prinzipien und Prozesse

Anschließend wird NRW-Umweltminister Oliver Krischer über politische Rahmenbedingungen und Steuerungsinstrumente für den Übergang zur Circular Economy sprechen.

Das weitere Programm ist praxisorientiert angelegt. In mehreren Sessions berichten Unternehmen über konkrete Erfahrungen bei der Umsetzung zirkulärer Strategien.

Vertreter der Gillrath Ziegel- u. Klinkerwerk GmbH & Co. KG sowie der WAGO GmbH & Co. KG stellen ihre Ansätze vor und thematisieren sowohl Erfolge als auch bestehende Herausforderungen.

Weitere Programmpunkte befassen sich mit der Integration zirkulärer Prinzipien in Entwicklungsprozesse, mit organisatorischen Veränderungsprozessen sowie mit der wirtschaftlichen Bewertung zirkulärer Geschäftsmodelle.

Ergänzt wird das Programm durch Panels zu regulatorischen Fragen, Rücknahmesystemen und zum Umgang mit Fehlschlägen in zirkulären Projekten. Ziel sei ein realistischer Blick auf Chancen und Grenzen der Circular Economy, heißt es in der Ankündigung der efa und: "Neben den inhaltlichen Beiträgen bietet der Summit Raum für fachlichen Austausch und Vernetzung, unter anderem im Rahmen eines Treffens des CIRCO-Networks.

Der zugehörige CIRCO-Hub wurde 2024 beim zweiten Circular Design Summit offiziell vorgestellt. Programm und Anmeldungen auf der Ankündigungsseite.

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