News

  • Titel des factory-Magazins "Gesundheit"

Gesundheit ist das beste Argument für Klimaschutz

Die Erderhitzung und die Überlastung weiterer planetarer Grenzen hat zunehmend sicht- und spürbare Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Das Jahr 2026 stellt dazu neue Rekorde auf und weist mit dem beginnenden Super-El-Niño-Ereignis auf die zu erwartende Zukunft. Das neue factory-Magazin zum Thema Gesundheit plädiert dafür, dieses zur Durchsetzung eines nun wirklich wirkungsvolleren Klimaschutzes zu nutzen – und zeigt dazu Beispiele aus vielen Bereichen.

Allein 16.000 Hitzetote in Deutschland im Sommer 2026, wahrscheinlich mehrere zehntausende in Europa. Dazu die tausenden Toten des Gletscherabsturzes in Nepal und die erwarteten 100.000 Opfer des klimawandelverstärkten Super-El-Niño-Jahres 2026 bis 2027. Die Zahlen, die das factory-Magazin “Gesundheit” zur menschlichen, planetaren und wirtschaftlichen Gesundheit präsentiert, sind erschreckend. Hitzewellen, Flutkatastrophen, Dürren, Ernteausfälle, Hunger, fliehende und sterbende Menschen. Diese Entwicklung ist nicht länger einfach nur Naturgewalt und Wetter, sondern es ist die Klimakatastrophe, die sich in den immer gewaltigeren und häufigeren Extremwettern zeigt und steigende Opfer fordert.

Schuld ist der durch fossile Verbrennung menschengemachte Klimawandel und ein globales Wirtschaftssystem, das an diesem intensiven Ressourcenverbrauch festhält, obwohl sich die Menschen weltweit mehr Klimaschutz wünschen. Doch für die so genannte Klimaanpassung, um die ärgsten Folgen zu mildern, fehlen an den meisten Stellen die Gelder, hinzu kommen wachsende Schadens-, Versorgungs- und Gesundheitskosten, die für die meisten Menschen Einkommensverluste und höhere Preise bedeuten, während die größten Vermögen die größten Schäden bewirken.

Die fossile Verbrennung von Öl, Gas und Kohle wächst weiter, obwohl die Welt sie eigentlich bis 2030 hätte halbieren sollen, um ein etwaiges Ziel von durchschnittlich 1,5 Grad Celsius maximaler Erderhitzung einhalten zu können. Inzwischen plädiert die UN fast schon verzweifelt optimistisch für wenigstens 1,8 Grad. Das Investitionsniveau in die fossilen Energien stagniert auf hohem Niveau mit Fokus auf Erdgas und Flüssiggas.

 

Nur weniger Verbrauch führt zu weniger Emissionen 

Beim Rohstoff- bzw. Ressourcenverbrauch gibt es somit keine Veränderung: er wächst weiter und belastet Umwelt, Klima und ja, auch die Gesundheit. Dabei hat sich während der Wirtschaftskrisen – entstanden durch z. B. die Covid-19-Pandemie und den Krieg Russlands gegen die Ukraine ab 2022 – gezeigt, dass lediglich ein geringerer Verbrauch auch zu einer besseren Treibhausgasbilanz führt, sowohl national wie global – bedingt auch durch Ideen und Konzepte, die vorher aufgrund günstiger Rohstoffe nicht erwägenswert erschienen.

Weil der Zerstörung der Lebensgrundlagen bisher offenbar mit Klima- und Ressourcenschutzpolitik nicht wirksam zu begegnen ist, liegt die Hoffnung vieler engagierter Institutionen und Wissenschaftler*innen und besonders den Gesundheitsverantwortlichen darin, dass das Thema Gesundheit angesichts der deutlichen Opfer und Gefährdungen nun endlich als Motivationsgenerator in Köpfen und Politiken ankommen könnte.

Das möchte das factory-Team mit dieser Themenausgabe "Gesundheit" unterstützen, schließlich betrifft dieses Thema nun wirklich alle – und alle Bereiche. So ist es z. B. nicht nur die Wirkung der Arbeit auf die eigene Gesundheit, die zu bedenken ist, sondern auch die auf die des Planeten, wie im Beitrag "Ich muss auf meine Gesundheit achten ..." beschrieben.

Dass das notwendig ist und welche Konzepte dazu bereit stehen, das Ganze sowohl gemeinsam also auch individuell anzugehen, beschreiben die Beiträge "Gesundheit ist nicht alles, aber ohne..." und "Gemeinsam für Planetary Health".

Worum es sich bei der so genannten "Klimaangst" eigentlich handelt und warum unsere Gesellschaft und Politikentscheidungen davon eigentlich mehr statt weniger haben sollten, das erzählt "Ein Klima der Angst".

 

Von individueller, planetarer bis wirtschaftlicher Gesundheit

Wie wichtig bei diesem erforderlichen Wandel die Ernährung und mithin die "Planetary Health Diet" ist, klärt das Interview "Gesünder für alle...". Kommunen und Städte können zudem "Gesundheit ins Zentrum klimaresilienter Stadtentwicklung stellen". Und auch das Gesundheitswesen könnte mit "Circular Care" mehr ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft etablieren.

Nicht zuletzt sind wie oben beschrieben die material- und energieintensiven Produktionssysteme der Schlüssel für gesündere Menschen. Hier hilft die Reduktion des Ressourcenverbrauchs sozusagen unmittelbar, denn "Ressourcenschutz in Unternehmen ist Gesundheitsschutz für alle".

Die Herausgeberinnen, efa NRW und Wuppertal Institut, und das Team der factory laden darum herzlich zur hoffentlich inspirierenden Lektüre ein. Das Magazin ist wie immer von einer durchlaufenden Fotostory geprägt, die die eindrucksvolle "natürliche" Anpassungsfähigkeit an extreme Lebensverhältnisse zeigt.

Das factory-Magazin "Gesundheit" lässt sich am besten auf Tablets oder Screens lesen. Einige Beiträge werden nach und nach auch online im Themenbereich zu lesen sein. News und Termine ergänzen das factory-Magazin unter www.factory-magazin.de, wo es zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.

Das Magazin zum Thema:

Zurück

RSS-Feed

2026

2025

2024

2023

2022

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2011