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Fairtrade-Schools-Label: Erste Schule in NRW

Label gibt es viele, auch für Schulen. Neben "Schulen ohne Rassismus" könnte das Fairtrade-Schools-Label eines werden, das nicht nur in NRW Schule machen sollte.

Am 12. November 2012 erhält die erste Schule in Nordrhein-Westfalen ihr Fairtrade-Label: Sylvia Löhrmann, NRW-Ministerin für Schule und Weiterbildung und Schirmherrin der Kampagne Fairtrade-Schools, zeichnet vor Ort das Erzbischöfliche Suitbertus-Gymnasium in Düsseldorf-Kaiserswerth aus.

Getragen wird die Kampagne von TransFair, der deutschen Förderungsorganisation von Fairtrade International, mit Sitz in Köln. Sie fördert bereits seit 20 Jahren den Absatz und Handel von in der so genannten "Dritten Welt" sozial und ökologisch gerecht produzierten Waren.

Während in Unternehmen Fairtrade-Produkte und entsprechende Konsumenteninformationen noch Mangelware sind, haben Kommunen Fairtrade für sich offenbar entdeckt. Am 20. Oktober 2012 wurden insgesamt 21 von ihnen als 100. Fairtrade-Town Deutschlands ausgezeichnet. International gibt es 12 Jahre nach dem Start 1000 Fairtrade-Towns in 23 Ländern.

Die Kampagne Faitrade-Schools steht noch am Anfang - aber setzt als Bildungsprojekt bei den zukünftigen Konsumenten an. "Schülerinnen und Schüler sollen das Bewusstsein bekommen, dass sie auch schon in jungen Jahren die Welt ein kleines Stück verbessern können", wirbt die Kampagnenwebseite.

Erst seit dem ersten Oktober 2012 ist eine Registrierung zur Kampagne möglich. Fünf Kriterien müssen Fairtrade-Schools erfüllen. Sie brauchen ein Fairtrade-Schulteam von Lehrkräften, Schülern, Eltern und Interessierten und einen von der Schulleitung unterzeichneten Faitrade-Kompass. Weiter dürfen nur fair gehandelte Produkte an der Schule bei Veranstaltungen verkauft oder verzehrt werden und Fairtrade muss in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern in mindestens zwei Klassenstufen behandelt werden. Und mindestens einmal im Jahr muss es eine Schulaktion zum Thema Fairtrade geben, außerdem muss die Schule die Erfüllung der Kriterien selbständig im Faitrade-Schools-Blog dokumentieren.

Immerhin 13 Schulen aus NRW haben sich schon als "Auf dem Weg" auf der Faitrade-Schools-Karte registriert, der überwiegende Teil Gymnasien, aber auch Grund-, Haupt- und Gesamtschulen sind dabei.

Gefördert wird die Kampagne von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Schirmherrin ist die Ministerin für Schule und Weiterbildung. Daher gibt es eine enge Kooperation mit ihrer Kampagne Schule der Zukunft - Bildung für Nachhaltigkeit 2012-2015.

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