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Dienstag, 19. März 2013

Mit der Materialienflusskostenrechnung zur Ressourceneffizienz

Die Ressourcen werden knapp, die Preise auf den Rohstoffmärkten steigen, für Unternehmen bedeutet Nachhaltigkeit zunehmend Ressourceneffizienz. Was können sie tun, um ihren Ressourcenbedarf zu reduzieren? Sie müssen ihn zunächst analysieren.

Unternehmen beginnen am besten in ihren eigenen Hallen, um eine mögliche Vergeudung von Produktionsmaterialien zu untersuchen. Wer sich mit Ressourcenschutz in Unternehmen beschäftigt, weiß, was eine Analyse des Statistischen Bundesamtes bestätigt: Die Kosten für Material sind mit Abstand der größte Posten für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (45,1 %).

Erst an zweiter Stelle stehen abgeschlagen die Personalkosten mit ca. 25,8 %. Die zurzeit viel diskutierten Energiekosten machen im Durchschnitt der deutschen Wirtschaft nur 2,2 % der Kosten aus.

Um nun den Massen- und Kostenströmen auf die Spur zu kommen, ist zur quantitativen Analyse vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen die Ressourcenkostenrechnung (RKR) bekannt, die. von der Effizienz-Agentur NRW entwickelt und eingesetzt wird. 

In größeren Unternehmen wird häufig die so genannte Materialflusskostenrechnung (MFKR) angewendet. Diese seit den 1980er Jahren bekannte Kostenrechnungsmethode wurde 2011 als internationale Norm ISO 14051 veröffentlicht und ist inzwischen in Deutschland als DIN anerkannt. Mit initiiert und erforscht wurde die MFKR-DIN/ISO durch Professor Edeltraud Günther, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebliche Umweltökonomie an der TU Dresden.

Sie lädt auch zur am 21. und 22. März veranstalteten Konferenz des Environmental and Sustainability Management Accounting Networks (EMAN) in Dresden ein. Dort will sie die MFKR näher vorstellen, um eine weitere Verbreitung für mehr Ressourceneffizienz in Unternehmen zu erreichen. Von ihren eigenen Erfahrungen zur Materialeffizienzberechnung werden Cathy Danzer, Vorstand des Holzverarbeiters Danzer AG und Bernhard Schwager von Bosch berichten.



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