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    • Schöne Aussicht aus dem PaulCamper. Bild: Screenshot PaulCamper

    Montag, 12. August 2013

    Wohnmobile teilen statt kaufen

    Praktisch sind sie schon, gerade wenn man nicht auf Zelturlaub aber auch nicht auf Hotelaufenthalte steht. Doch teuer anzuschaffen sind die meisten, aufwändig zu mieten ebenfalls und ansonsten stehen sie nur rum. Camper oder Wohnmobile zu teilen ist praktischer Ressourcenschutz.

    Sie kosten mindestens Dreißigtausend Euro neu, oder einige Zehntausend gebraucht, oder man baut sie aufwändig selbst um - und hinterher nutzt man sie doch zu wenig und sie stehen die meiste Zeit. Oder man fährt sie auch im Alltag. Dann brauchen sie viel mehr Sprit als ein Pkw und sind meist auch noch langsamer und unhandlicher, weil Parkplätze noch schwieriger zu finden sind.

    Wohnmobile, auch Camper genannt, sind trotzdem eine feine Sache. Immerhin kann man je nach Ausstattung fast darin wohnen, zumindest für eine kurze Zeit. Man darf zwar auch nicht überall mit ihnen irgendwo stehen und Urlaub machen, doch für den Kurztripp zum Festival, zur Küste oder auch die längere Kontinentdurchquerung sind sie praktisch und komfortabel. Leisten können sie sich nur Gutverdiener, auch die normalen Mieten beim professionellen Anbieter sind meist hoch. Und bei privaten Freunden oder Bekannten sind die Wartelisten oft lang, zudem gibt es Konflikte, wenn mal etwas passiert.

    Warum also Camper oder Wohnmobile nicht teilen, wenn man schon einen hat? Warum nicht andere an dem getätigten Ressourcenaufwand und möglichen Spaß teilhaben lassen? Bei PaulCamper geht das. Die Sharing-Plattform für Camper gründete Dirk Fehse. Er wollte bezahlbare Camper mit Charakter und persönlich anbieten.

    Im Interview mit kokonsum.org erzählt er, wie er dazu kam und wie erfolgreich PaulCamper nach drei Jahren ist. Wichtig dabei: auf seiner Plattform ist alles inklusive, auch der vollständige Versicherungsschutz. Der war schwierig zu finden, wie er im Interview berichtet, doch genau das macht das sorglose Teilen so einfach. 

    Fehse ist von einem Wertewandel zur Sharing Community überzeugt "Unseren Mietern geht es nicht immer nur um einen günstigeren Preis. Sie suchen vielmehr auch die private Ebene und den sozialen Kontakt; die aktive Unterstützung toller Ideen. Die Vermieter erkennen zumeist selbst, dass es keinen Sinn macht, wenn ihr Camper sich die meiste Zeit des Jahres totsteht", sagte er Kokonsum.org.

    Die Deutschlandkarte zeigt schon einige Camper an, die Mietpreise bewegen sich pro Tag zwischen 60 und 90 Euro. Für einen dreitägigen Trip gibt man also zwischen 200 und 300 Euro aus, plus Spritkosten. Selbst bei 30 Urlauben dieser Art hat man einen gebrauchten Camper noch nicht bezahlt - und dann stünde er wahrscheinlich doch mehr als ein Dreivierteljahr herum.

    Die recht individuellen Wohnmobile von PaulCamper jedenfalls scheinen die meisten Zeit unterwegs zu sein. Zumindest in der Ferienzeit sind viele ausgebucht, auch schon bis ins nächste Frühjahr hinein.

    Gerade deswegen ist dem StartUp-Sharing-Portal viel Erfolg zu wünschen: Camper und Wohnmobilisten, teilt Eure Wagen!



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