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    • Arte-Dokumentation Weniger ist mehr

      Der Arte-Themenabend zum Wachstumswiderspruch beginnt mit "Weniger ist mehr". Bild: Arte

    Dienstag, 01. Oktober 2013

    Mehr Wissen für weniger Wachstum

    Dienstag ist Dokutag. Zumindest bei Arte. Heute geht es im Themenabend um das wirtschaftliche Wachstum, seine Auswirkungen und die Alternativen.

    Wachstum und Postwachstum sind die Trendthemen des Wirtschaftsfeuilletons, wenn es denn ein solches gäbe. Doch dafür gibt es ja die factory - und ihr Themenheft Wachstum. Zwar findet eine kleine aber feine postmaterialistische Debatte statt und die allgemeine Skepsis darüber, dass Wachstum nicht immer und überall zu Wohlstand führt, ist in allen Schichten ebenfalls gewachsen. Doch an den grundsätzlichen Bedingungen des Wirtschaftens ändert sich wenig. Oder doch?

    Arte macht mit diesem Themenabend den Versuch, erneut die Frage zu stellen, wie sich Wohlstand auch unabhängig von Wirtschaftswachstum entwickeln lässt. Gibt es ein richtiges Leben im falschen? 

    Los geht es um 20:15 Uhr mit der knapp einstündigen Dokumentation über einen Selbstversuch, wie ein ressourcenschonender, wachstumsfreier Lebensstil möglich ist, ohne dass er einer lustfeindlichen Verzichtsideologie folgt: Weniger ist mehr. Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben (52 Minuten).

    Zu den sichtbaren Auswirkungen des Wohlstands durch Wachstum gehört der Müll. Selbst in Zeiten des Recyclings und des Handelns nach dem Prinzip "Abfall ist Wirtschaftsgut" hat sich der Müllberg nicht verringert. In Neapel ist die Verbindung zwischen Müllwirtschaft und Mafia besonders krass. Wie die StadtbewohnerInnen einen Wechsel wagten und wie weit sie auf dem Weg zu einer Stadt ohne Abfall kommen, zeigt die Dokumentation Zero Waste - Null Müll um 21:10 Uhr.

    Weniger Wachstum geht auch nicht, es gibt keine Alternative zum fortgesetzten Credo, das zum alleinherrschenden Wirtschaftsmodell geworden ist. Durchgecheckt, ein neues TV-Wirtschaftsmagazin-Format von Arte will prüfen, ob es wirklich so ist. Mit dabei sind neben dem seit über 40 Jahren die Grenzen des Wachstums predigenden tapferen Dennis L. Meadows eine Reihe von "andersdenkenden" Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern. Ab 22:05 Uhr (90 Minuten).

    Und danach um 23:25 Uhr folgt Wir sind Demokratie und nicht etwa Bundeskanzlerin, Pabst oder "Das Wir ..." In der fast einstündigen Dokumentation geht es um die wachsenden Protestbewegungen, um diejenigen, die vom Wachstum nichts mehr haben und die ein Wirtschaftsmodell des immer mehr für immer weniger ablehnen. Wie und was der Druck der Straße und alternativen Bewegungen bringt: Der Soziologe Harald Welzer, zuletzt auch in der factory Trans-Form ist auch dabei.



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