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    • Kohlenstoffnanoröhre

      Einwandige Kohlenstoffnanoröhre (creativ commons, Schwarzm)

    Montag, 07. März 2016

    Kohlendioxidreduktion durch Lithium-Akkumulatoren?

    Einem interdisziplinären Forscherteam aus den USA gelang es, ein Verfahren zu entwickeln, Kohlendioxid aus der Luft zu assimilieren und damit Graphitelektroden für Batterien herzustellen. Diese Batterien könnten in Elektroautos betrieben werden und deren CO2-Bilanz weiter verbessern.

    Das Verfahren beruht auf STEP, einem solar-thermischem elektrochemischem Prozess, der von dem Chemiker Dr. Licht (George Washington University, GWU) ursprünglich zur CO2-Fixierung bei der Zementproduktion entwickelt wurde. Mit diesem Verfahren kann gasförmiges Kohlendioxid durch Elektrolyse in Graphit und Kohlenmonoxid aufgespalten werden. Die entstehenden Kohlenstoffnanoröhren können dann zu hochwertigen Carbon-Produkten wie Fahrradrahmen oder Tennisschlägern weiterverarbeitet werden oder kommen in Batterien zum Einsatz.

    In Lithium-Akkumulatoren oder den günstigeren Natrium-Ionen-Batterien ersetzen die Nanoröhren die herkömmlichen Graphitelektroden. In ersten Versuchen zeigte sich, dass sich die Leistung und Lebensdauer der Batterien und Akkumulatoren durch Nanoröhren verbessern lassen. Beide Batterietypen zeigten bei kontinuierlicher Ladung und Entladung über 2,5 Monate keine Anzeichen einer Leistungsminderung.

    Bei einem Batteriepreis von 325 Dollar pro Kilowattstunde liegt der Wert für ein Kilogramm CO2 als Batteriebestandteil nach Schätzung der Forscher bei 18 Dollar. Wird CO2 zur Methanolproduktion eingesetzt wie bisher kann nur ein Sechstel des Preises erzielt werden. Damit wäre auch ein wirtschaftlicher Anreiz für die Kohlendioxid-Fixierung gegeben.

    Quelle: Media relations, GWU

    Grafik: Wikimedia.org



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