Donnerstag, 24. Mai 2012

Jetzt bewerben: Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2012

Urban Mining, Müllexport, Hindukusch, all das wird inzwischen assoziiert, wenn von Rohstoffen die Rede ist. Im Alltag hat Rohstoffeffizienz sich jedoch noch nicht durchgesetzt. Damit das anders wird, gibt es auch in diesem Jahr dafür einen Preis.

Es ist inzwischen eine Binsenweisheit: Die Rohstoffkosten sind der größte Kostenfaktor im produzierenden Gewerbe, 45 Prozent. Und sie steigen, im Gegensatz zu den Personalkosten, die nur 20 Prozent Anteil ausmachen. Die erheblichen Potenziale, die eine Reduzierung des Rohstoffeinsatzes, Recyclingtechnologien oder ressourceneffizientes, nachhaltiges Wirtschaften haben, sind bei noch zu wenigen Produzenten angekommen. Erst Recht nicht beim Verbraucher, auch wenn beide von geringeren Kosten profitieren würden, ebenso wie von einer geringereren Belastung von Umwelt und Klima.

Abhängigkeit verringern

Produktionsverlagerung ist heute nicht wegen geringerer Löhne so interessant, sondern wegen eines erleichterten Zugangs zu Rohstoffen wie seltenen Erden, wie das Beispiel Apple zeigt. Hierzulande und im rohstoffarmen Europa sind Produzenten besonders von einer sicheren Rohstoffversorgung abhängig. Zudem wächst die Rohstoffnachfrage weltweit, und damit auch die Herausforderungen beim Einsatz der Ressourcen. Ein Rezept, das auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie emfpiehlt, ist die nachhaltige Gewinnung und das Ausreizen vorhandener Materialeinsparpotenziale.

Preis für Effizienz

Der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis 2012 soll nach 2011 nun zum zweiten Mal innovative ressourcenschonende und praxisorientierte Lösungen auszeichnen. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Öffentlichkeit für einen noch effizienteren Umgang mit Rohstoffen und Material zu sensibilisieren. Schließlich sparen rohstoffeffiziente Unternehmen rund 200.000 Euro pro Jahr, wie die Beratungen des BMWI für kleine und mittlere Unternehmen zeigen. Gesucht sind innovative Ansätze für besonders ressourcenschonende Produkte, Prozesse, Dienstleistungen sowie neue anwendungsorientierte Forschungsergebnisse. Bewerben können sich wissenschaftliche Institute und vor allem Unternehmen mit bis zu 1000 Beschäftigten.

Der Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 17. September 2012, die Preisvergabe folgt am 29. November 2012. Die ersten vier Unternehmen erhalten jeweils 10.000 Euro. Mehr Informationen zum Rohstoffeffizienz-Preis und zu den Teilnahmebedingungen gibt es auf der Webseite zum Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von www.WorthTheWhisk.com




Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 4.3 von 5. 3 Stimme(n).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

« Grüne Gründung studieren
« News

Kommentare

Keine Kommentare


Kommentar hinzufügen






  • drucken
 
© 2020 factory - Magazin für nachhaltiges Wirtschaften