• Karte der Mitglieder der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC

    Mitglieder der UN-Klimarahmenkonvention UNFCCC. Dunkelgrün: Mitglied; Hellgrün: Mitglied (Anhang I); Gelb: Mitglied (Anhang I und II); Rot: Beobachterstatus; Bild: CC BY-SA 3.0, Wikimedia.org, L.tak

Freitag, 06. November 2015

Die Hoffnung auf den COP

Forget the COP oder ist der Pariser Klimagipfel tatsächlich eine ernsthafte Chance für den Wandel? Immerhin sind seit Beginn der Verhandlungen die weltweiten Treibhausgasemissionen um 60 Prozent gestiegen. Das Wuppertal Institut positioniert sich mit einem Katalog von Forderungen zur Conference of the Parties (COP).

"Paris wird die Geschichte nicht abschließen - aber der Gipfel kann das erste Kapitel in einem neuen Buch der internationalen Klima-Kooperation schreiben", so die Einleitung des Positionspapiers des Wuppertal Instituts zum Pariser Klimagipfel. Die Wissenschaftler*innen des Wuppertaler Thinktanks fordert in dem Papier nachdrücklich die Staaten der Welt auf, vier zentrale Elemente im Pariser Abkommen zu integrieren:

- Eine starke Verpflichtung zum Wandel statt Emissionsrechte-Basar,

- Ein neues Paradigma: Vollständiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis Mitte des Jahrhunderts,

- Transparenz in Form eines robusten Berichts- und Überprüfungsverfahren, und

- Ambitioniertere Anstrengungen - Verpflichtungsbeiträge müssen als minimales, nicht als maximales Niveau festgeschrieben werden und maximal fünf Jahre abdecken.

Darüber hinaus empfehlen die Forscher*innen, dass die ambitionierten Länder dem globalen Konvoi vorweg fahren und einen kleineren ehrgeizigen Klima-Club bilden sollten.

Eine ausführliche Diskussion dieser Empfehlungen erscheint noch im November in einem Artikel von Lukas Hermwille, Wolfgang Obergassel, Hermann E. Ott und Christiane Beuermann unter dem Titel "UNFCCC Before and After Paris - What's Necessary for an Effective Climate Regime?" in der Zeitschrift "Climate Policy". Der Artikel analysiert die Erfolge und Grenzen der Klimarahmenkonvention UNFCCC bei der Bekämpfung des Klimawandels und entwickelt daraus Empfehlungen, um die Anstrengungen inner- und außerhalb der Klimarahmenkonvention zu verstärken.

Das Institut selbst ist auch in diesem Jahr wieder bei der Conference of the Parties (COP 21): mit einem Informationstand und bei mehreren Side Events. Am 10. Dezember veranstaltet das Wuppertal Institut das Side Event "Mobilising Ambitious State and Non-State Climate Action in the Paris Agreement and Beyond". Inputs liefern Lukas Hermwille und Hermann Ott, Wuppertal Institut, Daniel Engström Stenson, Forum for Reforms and Entrepreneurship (FORES), Oscar Widerberg, Free University Amsterdam, Institute for Environmental Studies, Bjorn-Ola Linnér, Linkoping University, Ann Gardiner, Ecofys, und Kolja Kuse, European Business Council for Sustainable Energy (e5). An weiteren Side Events mit Projekt- und Netzwerkpartnern sind unter anderem Prof. Dr. Manfred Fischedick, Oliver Lah, Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer, Wolfgang Obergassel, Dr. Hermann Ott und weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts beteiligt. Beschreibungen der offiziellen UNFCCC Side Events finden Sie auf der Website des UNFCCC, Informationen zu den weiteren Events mit Beteiligung des Wuppertal Instituts werden wir in Kürze bereit stellen.

Das Positionspapier steht zum Download bereit, siehe wupperinst.org/info/details/wi/a/s/ad/3257/

Quelle: Wuppertal Institut



Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

« VW schummelt – die Anderen schweigen diskret
« News

Kommentare

Keine Kommentare


Kommentar hinzufügen






  • drucken
 
© 2018 factory - Magazin für nachhaltiges Wirtschaften