• Quelle: Studio Good / Umweltbundesamt

Dienstag, 22. Juli 2014

Ein Amt für die Umwelt: Das UBA wird 40

Heute vor 40 Jahren war der Gründungstag des Umweltbundesamtes. Der Auftrag: Wissenschaftliche Expertise für den Umweltschutz. Heute erstreckt sich das Forschungsspektrum des UBA über die gesamte nachhaltige Entwicklung.

Am 22. Juli 1974 war es soweit: Die erste nationale Umweltbehörde nahm ihre Arbeit auf. "Als Willy Brandt Bundeskanzler war", singt Funny van Dannen, legte die sozial-liberale Bundesregierung 1971 ihr erstes Umweltprogramm auf, drei Jahre später kam das Umweltbundesamt dazu. Die Kurzform UBA kennt heute jede und jeder der Umweltschutzengagierten.

Das UBA ist Teil des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das für seine finanzielle Ausstattung zuständig ist. Die Aufgaben des Amtes: Wissenschaftliche Unterstützung der Regierung, Vollzug von Umweltgesetzen (z. B. Emissionshandel, Zulassungen ...) und die Information der Öffentlichkeit.

Heute arbeiten rund 1500 Menschen im UBA, ein Teil von ihnen noch in Berlin, der größte Teil seit 2005 am neuen Standort in der zwei Bahnstunden entfernten Bauhaus-Stadt Dessau, im ökologischen Vorzeigebau, der so genannten "Schlange". Dort wird in eigenen Laboren geforscht und werden Forschungsaufträge vergeben, nach dem so genannten UFO-Plan.

Weil die Umwelt groß ist, ist auch die Themenpalette des UBA gewachsen: Abfall, Luft, Wasser, Verkehr, Klima, Energie, Ressourcen, Konsum, soziale Nachhaltigkeit. Der Bericht der Zustand der Umwelt und die Umweltdatensammlung des UBA sind erster Anlaufpunkt für diejenigen, die die Veränderungen des Status Quo interessieren. Das UBA gilt als sensibles Frühwarnsystem, wenn etwas schief läuft, mit der Umwelt bzw. mit der Nachhaltigkeit.

Selbst Einfluss üben zur Verbesserung der Umwelt, kann das Amt anders als andere Ämter nicht, es kann nur die Politik beraten. Die tut oft etwas anderes, als das Amt empfiehlt. Das letzte Mal, als das Amt sich in einer medialen Debatte deutlich positioniert hat, war 2013, als es die Klimaskeptiker in seiner Broschüre Und sie erwärmt sich doch namentlich genannt hat. Der Vorwurf: Eine Bundesbehörde habe sich im Ton vergriffen. Gegenüber Fracking äußert sich das Amt kritischer als andere Behörden, wie die Bundesanstalt für Rohstoffe und Geowissenschaften (BGR).

Zum Jubiläum hat das UBA eine fast 200-seitige Chronik herausgegeben, drei Historiker haben monatelang Quellen gesichtet und Interviews mit Zeitzeugen geführt. Wer wissen will, wie das UBA den Kampf mit den rund 50000 wilden Müllkippen in Westdeutschland aufnahm, den "Blauen Engel", das erste Umweltzeichen der Welt, erfand und Szenarien für ein treibhausgasneutrales Deutschland entwirft, ist hier richtig.

Herzlichen Glückwunsch!



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