factory - Magazin für nachhaltige Entwicklung

factory-Newsletter 3-2015

Liebe Freundinnen und Freunde der factory,

Titel des factory-Magazins "Baden gehen"

schon wieder eine neue factory, werden viele von Ihnen sich fragen? Ja tatsächlich, wir bitten um Entschuldigung. Denn als wir in der letzten Woche Ihnen diesen Newsletter mit der Ankündigung der neuen factory Baden gehen senden wollten, entdeckten wir, dass unser E-Mailserver den alten Newsletter zur factory "Schuld & Sühne" noch gar nicht an alle Abonnenten versendet hatte. Das musste er dann pflichteifrig erst einmal vervollständigen – und da wir Sie nicht gleich darauf mit einem weiteren Newsletter verwirren oder belästigen wollten, erhielten Sie zunächst einmal eine Schonfrist von etwas mehr als einer Woche. Nun ist diese aber vorbei: Die neue factory Baden gehen erwartet Sie – passend zum nächste Woche beginnenden Klimagipfel in Paris.

In ihr geht es zunächst um den Meeresspiegel. Dieser steigt langsam, ganz langsam. Ganze 17 Zentimeter kamen im letzten Jahrhundert hinzu, doch jetzt steigt er immer schneller. Ändert sich nichts am weltweiten Emissionsausstoß, liegt die Anstiegsrate bei 8 bis 16 Millimeter pro Jahr zwischen 2081 und 2100, so die Abschätzungen des Weltklimarats. Das erscheint immer noch wenig – und weit weg in der Zukunft.

Ganz sicher ist: Die Auswirkungen werden zu großen Transformationen führen. Städte werden sich verändern, müssen vielleicht sogar aufgegeben werden, Menschen werden wandern und umsiedeln müssen. Schließlich lebt heute jeder fünfte Mensch weniger als 30 Kilometer vom Meer entfernt. Zwischen 200 und 1.000 Millionen Menschen könnten Opfer der Veränderungen werden.

Im neuen factory-Magazin Baden gehen betrachten Joachim Spangenberg und Annette Jensen in ihren Beiträgen die globalen und regionalen Chancen auf eine Begrenzung der Folgen des Meeresspiegelanstiegs. Sina Löschke beschreibt in ihrem Beitrag "Mee/hr geht nicht" die Auswirkungen auf den Lebensraum Meer, falls es nicht zu einer schnellen Reduktion der Emissionen kommt.

Im Magazin steigen wir nicht nur ins salzige Meerwasser ein, wir beschäftigen uns auch mit dem kostbaren Süßwasser. Denn das ist zunehmend bedroht, durch Pestizid- und Düngemitteleinsatz, Handelsabkommen und Privatisierungsvorhaben. Heike Mayer berichtet darüber, wie Wasserversorger ökologische Landwirtschaft fördern, um besseres Wasser zu produzieren, Elisabeth Voss beschreibt, wie wichtig der Widerstand gegen Privatisierung und Freihandelsabkommen bei der Wasserversorgung ist und Anne Biewald lenkt den Blick auf das virtuelle Wasser, das in allen Produkten steckt – und wo nachhaltiger Handel und ebensolche Handelsabkommen durchaus Menschen in wasserarmen Regionen helfen können. Dass produzierende Unternehmen mit sparsamem Wassereinsatz viel für Ressourcen- und damit Klimaschutz tun können – und auch ihre Sorgen beim steigenden Wasserpegel haben, erfahren wir im Interview mit Ilona Dierschke. Zum gemeinsamen Baden gehen laden wir Sie mit unserem Beitrag über die Badehaus-Kultur von Sabine Loeprick und Rainer Lauschke ein. Lassen Sie sich von den prunkvollen Prachtbädern verführen – die sich wie Demokratie und Menschenrechte nur erhalten lassen, wenn wir weiterhin eine Kultur des Gemeinsamen und Offenen pflegen. Auch wenn wir oft zu langsam sind.

Wie immer sind einige Beiträge auch online im Themenbereich zu lesen und zu kommentieren. Den kompletten Lesegenuss erfahren Sie jedoch am besten durch kostenlosen Download des PDF-Magazins – gut lesbar an Bildschirmen und auf Tablets. Darin sind alle Beiträge schön gestaltet, außerdem sind die Bäder in ihrer ganzen Pixelfülle zu bewundern, es gibt zusätzlich informative Zahlen und originelle Zitate.

Wir bitten nochmals um Entschuldigung für den so kurzfristigen Versand der beiden Newsletter hintereinander und hoffen, dass Ihnen so kurz nach "Schuld & Sühne" auch Baden gehen gefällt.

Ralf Bindel und das Team der factory


Impressum

Redaktion:

Ralf Bindel, rabe medienbüro, Am Varenholt 123, 44797 Bochum
Tel. 0234 9799-513, Fax -514

www.rabebuero.de

Herausgeber:

Effizienz-Agentur NRW
Dr.-Hammacher-Straße 49, 47119 Duisburg
Tel 0203 37879-30, Fax -44

www.efanrw.de

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
Döppersberg 19, 42103 Wuppertal
Tel 0202-2492-0, Fax -108

www.wupperinst.org

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