factory - Magazin für nachhaltige Entwicklung

factory-Newsletter 1-2015

Liebe Freundinnen und Freunde der factory,

Titel des factory-Magazins Wir müssen reden

Survival of the fittest! Konkurrenz belebt das Geschäft! Die deutsche Wirtschaft muss wettbewerbsfähig bleiben! Bekannte Aussagen, die jedoch verdrängen, dass nicht Konkurrenz, sondern Kooperation der evolutionäre Motor komplexer sozialer Gemeinschaften wie der menschlichen war. Nur die Kooperation befähigt Menschen Ackerbau, Städte, Märkte und Kulturen aufzubauen und zu betreiben – und selbstverständlich auch zu zerstören. Denn Zusammenarbeit bedeutet nicht gleichzeitig Solidarität und Empathie zwischen allen Gruppen oder Menschen. Sie richten ihre Kooperationen an nutzenbringenden Zielen aus: sei es für den Aufbau eines Unternehmens, innerhalb von Organisationen oder für funktionierende Beziehungen.

Angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels und des wachsenden Ressourcenverbrauchs sind viel weitergehende institutionelle Kooperationen nötig – nicht nur bei Klimaverhandlungen und Politgipfeln. Kooperationen zum Zweck des Wandels, zum schonenden Umgang mit Ressourcen, für suffiziente Lebensstile, für die Etablierung der Nachhaltigkeit sollten unsere Agenda bestimmen. Und was macht man, um zu solchen Gemeinschaftszielen zu gelangen?

Deswegen haben wir diese factory-Ausgabe so betitelt: Wir müssen reden (PDF, 24 MB). Es geht um nichts weniger als Kooperation und Kommunikation zur Ressourcenschonung, die für uns der Schlüssel für Umwelt- und Klimagerechtigkeit ist. Das soll nicht nur appellatorisch klingen, das ist auch so gemeint. Denn schon die ersten Ansätze zum Beispiel innerhalb von unternehmerischen Wertschöpfungsketten zeigen, dass allein durch das „Miteinander reden“ schon viel für den Ressourcenerhalt zu holen ist. „Das A und O der Kooperation ist die Kommunikation“, bestätigt Holger Berg in unserem einleitenden Beitrag zu Ressourcenkooperationen.

Wie wichtig verständliche Bilder für das Verständnis des Ressourceneinsatzes sind, schildert Joachim Wille in der Geschichte des ökologischen Rucksacks, der Erfindung von Friedrich Schmidt-Bleek. Dass die Kommunikation der Nachhaltigkeit auch entsprechend gestaltet sein sollte, scheint selbstverständlich, die Realität sieht allerdings anders aus, beschreibt der Kommunikationsdesigner Elmar Sander. Die Fotografin Isabell Zipfel zeigt in ihrer Reportage „Landgrabbing“, wie weit der Raub der Ressource Boden bereits vorangeschritten ist. „Das spricht uns an“ der beiden Kommunikationsexpertinnen Martine Bouman und Sarah Kehrer Lubjuhn stellt die richtige zielgruppengerechte Ansprache zur Vermittlung von Nachhaltigkeitsinhalten vor. Schließlich treten Carsten Baumgarth und Özlem Yildiz in ihrem Beitrag zur Markenkunst für eine stärkere Kooperation von Künstlern und Nachhaltigkeitsvermittlern ein.

Wir hoffen mit diesem Themenmagazin dazu beizutragen, dass möglichen Ressourcenkooperationen und der hierfür notwendigen Ressourcenkommunikation mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Denn so wichtig das Reden (und Schreiben und Lesen) auch ist – wir müssen handeln!

Das factory-Magazin Wir müssen reden steht wie immer zum kostenlosen Download zur Verfügung. Zwar sind einige Beiträge  auch online zu erreichen, aber nur im PDF-Magazin werden sie begleitet von dazugehörigen Zahlen, Zitaten, Illustrationen, Fotos und einer Wordcloud – und sind dort gut auf dem Bildschirm oder dem Tablet zu lesen.

Ralf Bindel und das Team der factory

 

factory ist ein Gemeinschaftsprodukt der Aachener Stiftung Kathy Beys, der Effizienz-Agentur NRW und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Das Magazin erscheint vierteljährlich online, eine gedruckte Ausgabe gibt es auf den Veranstaltungen der Herausgeber. Der Newsletter informiert über das Erscheinen der Ausgaben.

PS: Das PDF-Magazin ist diesmal wieder knapp 24 Megabyte groß. Das liegt daran, dass die Bilder aus der Fotoreportage zum Landgrabbing nur in hoher Auflösung wirklich wirken. Sie sind klassisch analog und schwarz-weiß mit einer Großformatkamera aufgenommen, die Grauwerte lassen keine weitere Reduzierung zu, ohne dass der Bildeindruck beeinträchtigt wird.


Impressum

Redaktion:

Ralf Bindel, rabe medienbüro, Am Varenholt 123, 44797 Bochum
Tel. 0234 9799-513, Fax -514

www.rabebuero.de

Herausgeber:

Effizienz-Agentur NRW
Dr.-Hammacher-Straße 49, 47119 Duisburg
Tel 0203 37879-30, Fax -44

www.efanrw.de

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
Döppersberg 19, 42103 Wuppertal
Tel 0202-2492-0, Fax -108

www.wupperinst.org

Newsletter abbestellen // Newsletter im Browser anschauen