Freitag, 08. März 2013

CEBIT 2013: BUND/Forsa-Umfrage zu Umweltaspekten von Computern

Mehrheit der Bundesbürger will Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Computern, Akkus sollen austauschbar sein.

Hannover/Berlin (ots) - Gäbe es eine verpflichtende Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Computern, würden mehr als drei Viertel der Deutschen beim Kauf eines neuen Gerätes auf den Energieverbrauch achten. Zugleich wünschen sich deutlich mehr als zwei Drittel der Bundesbürger, vor allem 45- bis 59-Jährige sowie Befragte mit höherer Bildung, dass Computer länger nutzbar sein sollten, indem alte Akkus leichter gegen neue austauschbar sind. 60 Prozent der Befragten sind außerdem der Ansicht, dass es für die Umwelt generell besser ist, ältere Computer länger zu nutzen.
Dies sind Ergebnisse einer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa.  
Robert Pörschmann, BUND-Energieexperte: "Die Verbraucher sind den Herstellern und dem Gesetzgeber voraus. Sie wollen wissen, was sie kaufen und welche Umweltauswirkungen die Produkte haben. Wir fordern die Computerhersteller auf, den Erwartungen ihrer Kunden endlich zu entsprechen. Der Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Herstellung von Computern muss entscheidend reduziert werden. Die Lebensdauer der Geräte muss durch austauschbare Akkus erhöht und der Energieverbrauchklar gekennzeichnet werden."  
Leider gehe der Trend derzeit dazu, mobile Endgeräte wie beispielsweise Notebooks, Tablets und Smartphones zunehmend mit nicht-austauschbaren Akkus auszustatten, kritisierte Pörschmann. Wenn deren Lebensdauer abgelaufen sei, werde zumeist ein neues Gerät gekauft. Dies verschwende Ressourcen und wertvolle Rohstoffe wie Gold, Coltan und die sogenannten Seltenen Erden. Die Nutzungsdauer der Geräte müsse durch wechselbare Komponenten wie z.B. Akkus deutlich erhöht und Umweltauswirkungen und Ressourcenverbrauch durch größere Recyclingfähigkeit drastisch gesenkt werden.  "Die Elektronikindustrie muss sich fragen lassen, ob ihre Umweltschutz-Ankündigungen auch halten, was sie versprechen. Aus Sicht des Ressourcenschutzes können Tablet-Computer und Smartphones nur "in" sein, wenn die Verschwendung von Energie und wertvollen Rohstoffen "out" ist", sagte Pörschmann.

 

 



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