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		<title>factory Aktuell</title>
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		<description>Aktuelles von factory - dem Magazin für nachhaltige Entwicklung</description>
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			<title>factory Aktuell</title>
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		<lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 15:35:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Green Brands: Neue Auszeichnung als Geschäftsmodell</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/green-brands-neue-auszeichnung-als-geschaeftsmodell.html</link>
			<description>Zunächst gab es sie nur in Österreich, knapp 30 Marken gehören nach drei Jahren dazu. Jetzt kommen die Green Brands auch nach Deutschland. Ihr Ziel: Mehr Aufmerksamkeit für Geld.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><link http://www.green-brands.org/ueber-green-brands/index.html - external-link>Green Brands</link>, grüne Marken, ist eine Auszeichnung für Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen, die nachweisbar ökologische Nachhaltigkeit praktizieren und somit eine hohe nationale wie internationale Anerkennung verdienen. So kündigt die private Green-Brands-Organisation ihren <link http://www.green-brands.org/downloads/germany/gb-press-release21032012.pdf - external-link>Auftritt in Deutschland</link> an.</div>
<div>Das Besondere an diesem Marketing-Preis: Angeblich sollen vor allem Mittelstands-Unternehmen damit gefördert werden - neben den &quot;Big Playern&quot;. Weil &quot;Green Brands&quot; gut klingt und in der PR- und Marketing-Branche weit vernetzt sei, soll mit dem guten Klang auch breitere Publicity für nachhaltige <link http://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_und_mittlere_Unternehmen - external-link>KMU</link> verbunden sein.</div>
<div></div>
<h3>Am Anfang war die Nominierung</h3>
<div>In Österreich hat Green Brands das offenbar schon erreicht. Nach dreijähriger Entwicklungszeit zeichnete sie dort bislang &quot;rund 30 Marken&quot; aus. Neben &quot;größeren&quot; wie der <link http://de.wikipedia.org/wiki/Spar - external-link>Franchise-Einzelhandelskette SPAR,</link> Römerquelle und <link http://de.wikipedia.org/wiki/Frosch_(Marke) - external-link>Frosch</link> sind darunter zahlreiche Mittelständler aus den Bereichen Druck, Papier, Lebensmittel und Ökostrom. Über 60 weitere Marken sollen in der zweiten Phase befinden, dem Validierungsprozess.</div>
<div>Bevor es in Deutschland soweit ist, müssen die Teilnehmer zunächst nominiert werden. In Kooperation mit einem Marktforschungsinstitut ermitteln die Green Brander dazu in rund 62 verschiedenen Kategorien diejenigen Marken, die nach Meinung der Befragten besonders umweltfreundlich, ökologisch und nachhaltig handeln und damit „grüne Marken“ sind. Zur Zeit werden die ersten 500 nominierten Unternehmen informiert und zum Verfahren aufgenommen, sagte uns Norbert Lux, Chief Operating Officer von Green Brands Ltd.</div>
<div>Nominieren können aber auch Interessensverbände, Medienpartner und die eigentliche Jury. Mit der Nominierung durch Verbände sollen besonders Marken entdeckt werden, die aufgrund ihrer &quot;schwachen&quot; Markenführung sonst von den Befragten nicht genannt würden, also vorwiegend Mittelständler.</div>
<div></div>
<h3>Validierung durch Fragebogen</h3>
<div>Die so nominierten Unternehmen informiert Green Brands darüber und lädt sie zur zweiten Phase ein, der Validierung. Bei Teilnahme erhalten die Unternehmen die entsprechenden Frage-/Prüfungsbögen zur Validierung in so genannten &quot;aktiven Dateien&quot;. Diese wurden in Zusammenarbeit mit dem <link http://seri.at/de/ - external-link>Nachhaltigkeitsinstitut SERI</link> (Wien) sowie der Unternehmensberatung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (<link http://www.allplan.at/unternehmen/ueber-uns - external-link>Allplan</link> in Wien) entwickelt. Letztere wertet die Bögen aus und prüft die Belege und etwaige Zertifizierungen. Allplan bezeichnet sich auf seiner &nbsp;als internationales Consultingunternehmen in den Bereichen Technische Gebäudeausrüstung, Energie- und Umweltmanagement.</div>
<div>Die Auswerter von Allplan ermitteln das Level auf einem „Green-Brands-Index“. Bei Erreichen oder Überschreiten des Benchmark von 51 Prozent, hat die Marke die Chance zum Green Brand. Ob sie es wirklich wird, darüber entscheidet die dritte Instanz, die Jury.</div>
<div></div>
<h3>Jury mit Namen</h3>
<div>Die Green Brands Germany 2012/2013 Awards werben mit einer Jury, die einige bekannte Namen aufzählt, wie <link http://www.hwr-berlin.de/fachbereich-wirtschaftswissenschaften/kontakt/personen/detail/carsten-baumgarth/ - external-link>Prof. Dr. Carsten Baumgarth</link> (Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin), <link http://de.wikipedia.org/wiki/Claudia_Kemfert - external-link>Prof. Dr. Claudia Kemfert</link> (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin), <link http://www.eco-world.de/partner/Lietsch_Muenchen/portrait.html - external-link>Fritz Lietsch</link> (Agentur für LOHAS, CSR, Ökologie und Marketing und Herausgeber des Magazins forum - Nachhaltig Wirtschaften), <link http://www.bvmw.de/leistungen/nachhaltigkeit.html - external-link>Peter Menke-Glückert</link> (BVMW - Deutsches Forum Nachhaltiger Mittelstand), <link http://blog.mesicek.com/ - external-link>Roman H. Mesicek</link> (enorm Wirtschaftsmagazin), Peter Parwan (<link http://www.lohas.de/ - external-link>Lohas.de</link>), <link http://www.leuphana.de/teresa-mangold.html - external-link>Teresa Mangold</link> für Prof. Dr. Stefan Schaltegger (Centre for Sustainability Management, LEUPHANA Universität Lüneburg).</div>
<div></div>
<div>Wen die Jury kürt, der kann sich auf eine Auszeichnung mit dem Green Brand-Siegel, eine Preisverleihung im Rahmen einer Gala-Veranstaltung 2013, die Aufnahme in ein Green-Brands-Buch und auf viel PR freuen. Schließlich sollen die Green Brands durch großangelegte Medien-Kooperationen im B2B- und B2C-Sektor beworben werden und eben genau dadurch eine wesentlich bessere Wahrnehmung und Akzeptanz bei den Verbrauchern erhalten.</div>
<div></div>
<div>Die Organisatoren betonen, dass sie mit einem anspruchsvollen, transparenten und seriösen Verfahren nur die nachweisbar, tatsächlich ökologisch nachhaltig aufgestellten Marken ehren und fördern wollen.</div>
<div></div>
<div><h3>Kein Preis ohne Kosten</h3></div>
<div></div>
<div><p class="align-left">Mit welchen Kosten das Ganze für die Teilnehmer verbunden ist, wird auf den Webseiten von Green Brands nicht klar. Auf unsere Fragen schrieb uns Norbert Lux, dass sich die Kosten an der Umsatzgröße der Marken orientieren. &quot;Diese teilen sich auf in die Validierungsgebühren und liegen zwischen 200 und 1500 Euro sowie – im Erfolgsfall, also&nbsp;bei Überschreiten der Benchmark und Zustimmung der Jury - in eine Siegel-Lizenz-/Marketing/PR Gebühr, die ebenfalls gestaffelt sind von 2000 bis 15.000 Euro.&quot;<br /><img src="fileadmin/magazin/media/newsbilder/2012/ethics-in-business_01.jpg" width="194" height="82" style="float: right; " title="" alt="" /></p></div>
<div></div>
<div>Einen Vergleich mit <link http://www.compamedia.de/ - external-link>Compamedia</link>, die mit ihren Top-Awards und Ethics-in-Business ein ähnliches Geschäftsmodell pflegen, lehnt Lux ab. Compamedia bezeichnet sich als &quot;Mentor der besten Mittelständler&quot; und hat die <link http://www.top100.de/ - external-link>Top100</link> für die innovativsten Unternehmen, die <link http://www.topjob.de/ - external-link>TopJob</link> für die besten Arbeitgeber und die <link http://www.top-consultant.de/startseite-tc.html - external-link>TopConsultant</link> für die besten Mittelstandsberater im Programm. Das Zugpferd für die nachhaltigen Unternehmen bzw. mehr Verantwortung im Mittelstand ist aber der von Ex-Tagesthemensprecher <link http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Wickert - external-link>Ulrich Wickert</link> moderierte <link http://www.ethics-in-business.com/ - external-link>Ethics-in Business-</link>Prozess, den auch die <link http://www.sueddeutsche.de/ - external-link>Süddeutsche Zeitung</link> und <link http://www.brandeins.de/ - external-link>Brand Eins</link> unterstützen.</div>
<div></div>
<div><h3>Werben und Verkaufen</h3></div>
<div></div>
<div>Zwar verlangen die Top-100-Promotoren für die Teilnahme Preise in ähnlicher Größenordnung. Zum Beispiel bei Top100 zunächst 600 Euro, bei Wahl in die Top-100 je nach Größe zwischen 7900 und 9700 Euro, bei Ethics-in-Business zwischen 1900 und 3400 Euro je nach Unternehmensgröße. Doch anders als bei Green Brands kann sich dort jedes Unternehmen selbst bewerben. &quot;Voraussetzung für Green Brands ist die Nominierung mittels repräsentativer Marktstudie in 62 Kategorien, durchgeführt von <link http://www.ipsos.de/ - external-link>Ipsos</link>&quot;, betont Lux. Wer nominiert ist, zahlt - oder auch nicht. &quot;Ich kenne einige bekannte Unternehmen, die bei Green Brands bewusst nicht mitmachen&quot;, sagte uns die Geschäftsführerin einer bekannten Kommunikationsberatung in München.</div>
<div></div>
<div>Erster Green Brand in Deutschland ist übrigens die Haushaltsreiniger-Marke &quot;Frosch&quot; des Mainzer Unternehmens <link http://www.werner-mertz.de/ - external-link>Werner &amp; Mertz</link>, die zuvor auch schon in Österreich als Green Brand bestätigt wurde. Reinhard Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung von Werner &amp; Mertz, sieht das <link http://www.werner-mertz.de/pressecenter/pressetexte/frosch-erhaelt-gruenes-marken-siegel-und-auszeichnung/ - external-link>Unternehmen als Vorreiter</link>: &quot;Wir erhalten als erstes und bislang einziges Unternehmen in Deutschland für die Marke Frosch das Gütesiegel Green Brand. Dies belegt einmal mehr unsere Rolle als Öko-Pionier.&quot;</div>
<div></div>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 15:35:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Green IT mal anders: PC für Grasanbau</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/green-it-mal-anders-pc-fuer-grasanbau.html</link>
			<description>Die Abwärme von Desktop-PC und Datenservern ist immens. Warum diese nicht für Treibhäuser der besonderen Art nutzen? Ein Bastler zeigt an seinem Bio-PC, wie es geht.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><link http://www.totalgeekdom.com/?p=683 - external-link>Mike Schropp</link> baut sein eigenes Gras an - und zwar mit dem PC. Es ist Weizengras, das, was man für gewöhnlich Katzen ohne Freigang als Grünfutter anbietet. Bei Schropp wächst es in einer Schale auf dem Desktop-Computer, wachstumsgefördert durch die Abwärme seines Rechners.
<h3>Kosten: 10 US-Dollar</h3></div>
<div>Das Selbstbau-Treibhaus hat Schropp aus verschiedenen älteren PC zusammengestellt, zusätzlich investierte er 10 US-Dollar in weitere Teile. Auf die Idee kam er, weil er seinem fünfjährigen Sohn einen „organischen“ PC zum Experimentieren bauen wollte.</div>
<div>Schropp sagt, dass er selbst überhaupt keine Ahnung vom Gärtnern habe, er aber über die Zusammenhänge zwischen <link http://books.google.de/books?id=FpC60Rxm95oC&pg=PA390&lpg=PA390&dq=bodentemperatur+und+pflanzenwachstum&source=bl&ots=FJ92me6NT9&sig=hyXuh7IfxzzBYC4yaruFZVsqw8g&hl=de&sa=X&ei=PYuzT5K5Mu6P4gSJmuSwCQ&ved=0CF4Q6AEwBA#v=onepage&q=bodentemperatur%20und%20pflanzenwachstum&f=false - external-link>Bodentemperatur und Pflanzenwachstum</link> viel gelesen habe. Die wissenschaftlichen Studien dazu hätten ihn nicht mehr losgelassen – und schließlich wollte er auch in seinem dunklen Keller etwas Grünes haben.<img src="fileadmin/magazin/media/newsbilder/2012/weizengrass-pc.jpg" width="492" height="209" alt="" />
<h3>Mehr Wärme-Kopplung</h3></div>
<div>Abwärmenutzung von Kraftwerken für den Pflanzenanbau wird an einigen Orten auch im größeren Maßstab betrieben. So wärmte früher das <link http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Datteln - external-link>Dattelner Kohlekraftwerk</link>, das durch das fertiggestellte, aber nicht genehmigte und umstrittene Eon-Kohlekraftwerk ersetzt werden soll, umliegende Spargelfelder auf und sorgte so für frühe Ernten. Das <link http://www.n-prior.com/de/geschaeftsbereiche/biomasseheizkraftwerke/29-bmhkw-papenburg.html - external-link>Biomasse-/Altholzkraftwerk Papenburg</link> im Emsland erwärmt ebenfalls örtliche Treibhäuser.</div>
<div>Die Kraft-Wärme-Kopplung ist jedoch seit Jahren wegen mangelnder Förderung rückläufig. Selbst in unmittelbarer Nachbarschaft größerer und kleinerer Blockheizkraftwerke ist die Nutzung selten Thema. Für den Heimgebrauch ließen sich aber selbst an weniger gut beleuchteten Stellen Pflanzeninseln betreiben, die die Abwärme von Kühlschränken, Computern, Backöfen und Netzteilen nutzen. Sei es für Gras für die Katzen, fürs Auge, für Küchenkräuter oder mehr.<br />Schropp beschreibt auf seinem Blog ausführlich, wie es geht. Do it yourself!<br /><br />Bilder: <link http://www.totalgeekdom.com/?p=683 - external-link>Mike Schropp</link></div>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 12:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Living Planet Report 2012: Wir verbrauchen anderthalb Planeten</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/living-planet-report-2012-wir-verbrauchen-anderthalb-planeten.html</link>
			<description>Kränker ist unser Planet geworden, und die Schäden sind selbst aus dem Weltraum sichtbar. So präsentierte der World Wildlife Fund WWF heute den Weltzustandsbericht 2012 aus der Raumstation ISS. Anderthalb Jahre benötigt die Erde um die natürlichen Ressourcen zu ersetzen, die die Menschen in einem Jahr verbrauchen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Den neuen Zustandsbericht der Welt präsentierte der WWF von der Internationalen Raumstation ISS aus einer Höhe von 400 Kilometer Höhe über der Erdoberfläche. Das Fazit: Wir brauchen derzeit einen halben Planeten mehr als wir zur Verfügung haben. Bis 2030 werden wir zwei Planeten für unseren Konsum brauchen, 2050 sind es fast drei Planeten.</div>
<div></div>
<div>Verschwunden sind seit 1970 sind mehr als 30 Prozent der Arten. Besonders dramatisch ist die Abnahme der Artenvielfalt in den Tropen. In den Ländern des Nordens haben sich viele Bestände erholt. Das zeigt der alle zwei Jahre vom WWF veröffentlichte globale Umweltbericht „Living Planet Report“ zur Lage der Welt. Der Bericht beschreibt die Artenvielfalt, unseren ökologischen Fußabdruck und den Wasserverbrauch.</div>
<div></div>
<div>„Die Lage der Welt ist dramatisch. Doch wir können es schaffen, dass auch im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen genügend Nahrung, Energie und Wasser haben um gut zu leben. Um dies zu erreichen müssen wir vieles in unserer Lebensweise und in unserem Wirtschaftssystem ändern“, so Georg Scattolin vom WWF Österreich.</div>
<div></div>
<h3>Artenvielfalt</h3>
<div>Mehr als 9.000 Populationen von fast 2.700 Wirbeltierarten wurden für den Report untersucht. Das sind um 1.000 Populationen mehr als noch im Bericht von 2010. Der „Living Planet Index“ beschreibt den Rückgang der weltweiten Artenvielfalt um 30 Prozent seit 1970, in tropischen Regionen durchschnittlich sogar 60 Prozent. Besonders schlimm ist der Verlust in den tropischen Flüssen, wo fast drei Viertel der Arten verschwunden sind oder vermindert wurden. Die Ursachen für den Artenverlust sind die Zerstörung der Lebensräume vieler Tiere und Pflanzen, die Umweltverschmutzung, der Klimawandel und auch invasive Arten, die durch den weltweiten Verkehr in neue Regionen gelangen und andere heimische Arten verdrängen. Nur in den Ländern des Nordens hat sich die Artenvielfalt seit 1970 um 30 Prozent erhöht. Umwelt- und Naturschutz zeigen dort positive Wirkung.</div>
<div></div>
<h3>Ökologischer Fußabdruck</h3>
<div>In den USA ist der ökologische Fußabdruck etwa fünf Mal so groß wie in den ärmeren Ländern Afrikas. Der ökologische Fußabdruck der Menschheit beträgt heute 18 Milliarden globale Hektar oder 2,7 Hektar pro Person. Die Kapazität des Planeten ist aber gerade mal 12 Milliarden Hektar oder 1,8 Hektar/Mensch. Zusammen verbraucht die Menschheit also einen halben Planeten zu viel. Die Länder mit dem höchsten Fußabdruck pro Kopf sind Katar, Kuweit, die Vereinigten Arabischen Emirate, Dänemark und die USA. Am anderen Ende liegen die besetzten Palästinensergebiete, Osttimor, Afghanistan, Haiti und Eritrea.</div>
<div></div>
<h3>Raubbau an der Natur</h3>
<div>Der Raubbau der Industriestaaten in den Tropenländern wirkt sich besonders negativ aus. Der größte Faktor im ökologischen Fußabdruck der Welt ist der Ausstoß von Treibhausgasen (55 Prozent), der seit 1961 auf den elffachen Wert stieg. Die Menge an gefangenem Fisch hat sich in 50 Jahren weltweit verfünffacht. Weltweit sind heute 520 Millionen Menschen gefährdet, die von der Fischerei abhängig sind. Auch die Wälder schrumpfen immer weiter: Jährlich gehen 130.000 Quadratkilometer Waldflächen durch die Umwandlung in Weide- und Anbauflächen verloren. Das entspricht etwa der 1,5-fachen Fläche Österreichs. Nach Kohle und Öl ist der Waldverlust der größte Faktor für den Klimawandel – trägt er doch bis zu 20 Prozent zum Klimawandel bei. Ohne Waldschutzmaßnahmen wird die Welt bis 2050 Waldgebiete in der Größe alle Wälder von Kongo, Peru und Papua Neuguinea zusammen verlieren. Das sind Waldflächen in der Größe von 2,3 Millionen Quadratkilometer was mehr als der Hälfte aller 27 EU-Länder entspricht.</div>
<div></div>
<h3>Wasserknappheit</h3>
<div>Wir saugen unseren Planeten immer mehr aus. 500 Millionen Menschen leiden bereits heute unter den negativen Auswirkungen von Dämmen und anderen Flussregulierungen. 900 Millionen haben kein sauberes Trinkwasser und 2,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sanitären Anlagen. 92 Prozent unseres Brauchwassers gehen in die Landwirtschaft. Im Jahr 2025 werden 5,5 Milliarden Menschen mit Wasserknappheit kämpfen. Von weltweit 160 Flüssen, die länger als 1.000 Kilometer sind, können nur noch 50 frei fließen. Zwei Millionen Tonnen toxischer Brühen vergiften jährlich die Meere und Flüsse der Erde. Für die Herstellung einer Tasse Milchkaffee mit Zucker braucht es fast 200 Liter Wasser. Indien, China und die USA haben den höchsten Wasser-Fußabdruck weltweit.</div>
<div></div>
<h3>Lösungen für die Zukunft</h3>
<div>Bis 2050 muss die Welt neun Milliarden Menschen versorgen. &quot;Wir können es schaffen, dass alle Menschen genügend Nahrung, Wasser und Energie haben“, so Geort Scattolin von WWF Österreich. Immerhin haben sich die Investitionen in erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Sonnenenergie seit 2004 mehr als verfünffacht. Der WWF schlägt dazu einen besseren Schutz der Ökosysteme, eine effizientere Produktionsweise und veränderte Konsumgewohnheiten vor. Der Profit für einige wenige muss zum Teil zurückfließen in den Naturschutz und eine ökologischere Produktionsweise. Die Treibhausgasemissionen müssen bis 2050 um mindestens 80 Prozent reduziert werden, um ein weltweites Artensterben zu verhindern. Auch der Schutz unserer Meere und Flüsse braucht absolute Priorität. Weiters müssen auch die natürlichen Ressourcen in die Rechnungen des internationalen Finanzsystems einfließen. „Natur muss endlich einen Preis haben. Ohne diese einschneidenden globalen Maßnahmen wird das 21. Jahrhundert zu einem Jahrhundert der Umweltkatastrophen“, warnt der WWF.</div>
<div></div>
<h3>Der Living Planet Report</h3>
<div>Neue Daten und genauere Messmethoden zeigen im aktuellen Bericht, dass die Menschheit bereits seit den 1970er Jahren mehr verbraucht, als unser Planet verkraften kann. „2006 wurde noch hochgerechnet, dass wir erst 2050 zwei Planeten brauchen werden. Der aktuelle Bericht zeigt, dass wir diesen Zustand bereits 2030 erreichen werden, also 20 Jahre früher“, warnt Scattolin. Der LPR, der gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft von London (ZSL) und dem Global Footprint Network (GFN) erstellt wird, beurteilt seit 1998 den ökologischen Fußabdruck der Menschheit im Verhältnis zur Biokapazität, die Artenvielfalt und den Wasserverbrauch der Länder der Welt. Basis für die komplizierten Berechnungen sind Weide- und Ackerland, die bebaute Fläche, Wälder und Fischgründe und der Verbrauch fossiler Energieträger.</div>
<div></div>
<h3>Präsentation aus dem Weltraum</h3>
<div>Zum ersten Mal wurde der Bericht von dem holländischen Astronauten André Kuipers von der internationalen Raumstation ISS im Rahmen seiner ESA-Mission präsentiert. Die ESA (European Space Agency) ist seit 2012 Partner des Living Planet Reports. „Von hier aus dem Weltraum kann ich die Auswirkungen sehen, die im Living Planet Report beschrieben sind – Waldbrände, Luftverschmutzung und Erosion. Wir haben nur diesen einen Planeten und den müssen wir für uns und die kommenden Generationen bewahren“, mahnte Kuipers in seiner Grußbotschaft von der ISS.</div>
<div></div>
<div><link http://www.youtube.com/user/wwfdeutschland?feature=results_main - external-link>Videos zum Living Planet Report<br /><br /></link></div>
<div>Quelle: WWF Österreich</div>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>CSR-Preise 2012: Fünf Konzerne plus zwei mal Mittelstand</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/csr-preise-2012-fuenf-konzerne-plus-zwei-mal-mittelstand.html</link>
			<description>Zum Abschluss der zweitägigen CSR-Tagung gab es Preise, die Ministerpräsident Winfried Kretschmann persönlich übergab: Für biodiverses, geschlechtergerechtes, klimaschützerisches und überhaupt herausragendes CSR-Engagement.</description>
			<content:encoded><![CDATA[CSR-Preise haben ja ihr Gutes, meinte auch <link http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Kretschmann - external-link>Kretschmann</link>: &quot;Der Deutsche CSR-Preis schafft Vorbilder für ein an ethischen Prinzipien orientiertes Unternehmertum.&quot; Dieses Wissen weiter in die Unternehmen zu tragen sei ein großer Verdienst des CSR-Preises.<br /><br /><link http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Social_Responsibility - external-link>CSR</link> steht heute besonders bei großen Unternehmen hoch im Kurs, bei vielen kleineren heißt es dagegen noch Abfall-, Energie-, Umwelt- oder Nachhaltigkeitsmanagement. Darunter fallen auch die sozialen Engagements, die sich in der Wahrnehmung &quot;gesellschaftlicher Verantwortung&quot; zusammen fassen lassen. Bei großen wie bei kleinen Unternehmen sind es vielleicht der Betriebskindergarten, die Frauenquote, das Sport-Sponsoring und der Kampf-gegen-die-Regenwald-Abholzungs-Spende, also alles, was über die gesetzgeberischen Vorschriften hinausgeht.<br /><br />Weil große Unternehmen die größte (Außen)Wirkung haben - und innerhalb ihrer Organisation auch die größten Potenziale dafür besitzen - sind unter den diesjährigen CSR-Preis-Gewinnern überwiegend etablierte börsennotierte Konzerne.&nbsp;Nur anderthalb Mittelständler erhielten die Anerkennung der CSR-Juroren: In der Kategorie &quot;CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz&quot; der Elektromotoren- und Lüfterhersteller <link http://de.wikipedia.org/wiki/Ebm-papst - external-link>EBM Papst</link> (mit über 11000 Mitarbeitern kein Mittelstand mehr) und in der Kategorie &quot;Bestes Video zum CSR-Engagement eines Unternehmens&quot; der Fischhändler <link http://www.fish-and-more.de/flash/ - external-link>Fish &amp; More</link>, dessen <link http://www.fish-and-more.de/flash/ - external-link>Bio- und MSC-zertifizierte</link> Produkte sogar beim Discounter Aldi in der Tiefkühluntruhe liegen.<br /><br />Den ersten Preis, den &quot;Deutschen CSR-Preis 2012 für herausragendes CSR-Engagement&quot; empfing Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der <link http://de.wikipedia.org/wiki/BASF - external-link>BASF</link>, einer der größten Chemie- und Saatgut-Produzenten der Welt. Das Forum zeichnete&nbsp;<link http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Bock - external-link>Dr. Kurt Bock</link>&nbsp;für &quot;seine vielfältigen Verdienste rund um das Thema Nachhaltigkeit&quot; aus. &quot;BASF sagt heute ganz klar, dass der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens unmittelbar mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt verbunden ist&quot;, lobte der Sprecher der Jury, Wolfgang Scheunemann.<br /><br />Zur Preisverleihung im Rahmen des 8. Deutschen <link http://www.csrforum.eu/2012/index.html http://www.csrforum.eu/2012/index.html external-link>CSR-Forums</link> in Stuttgart waren über 500 Teilnehmer aus über 20 Ländern angereist. Die Jury kam aus Wirtschaftsredaktionen und PR-Abteilungen: Alexander Demuth (Demuth Corporate), Sebastian Knauer (Spiegel Gruppe), Holger Steltzner, (Herausgeber, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Roland Tichy (Chefredakteur, Wirtschaftswoche), Wolfgang Scheunemann (Veranstalter des Deutschen CSR-Forums) und Thomas Voigt (Direktor Wirtschaftspolitik und Kommunikation, Otto Group).<br /><br />Neben BASF wurden ausgezeichnet:
<ul><li>Der Reisekonzern <link http://de.wikipedia.org/wiki/TUI - external-link>TUI</link> in der Kategorie &quot;Biodiversitätsmanagement zum Erhalt der weltweiten biologischen Vielfalt&quot;</li><li>Deutsche Telekom in der Kategorie &quot;Gender-Diversity für die Förderung von Frauen und Männern in gemischten (Führungs-)Teams&quot; und wie Fish &amp; More in der Kategorie &quot;Bestes Video zum CSR-Engagement eines Unternehmens&quot;, dort mit einem Sonderpreis für besonders innovative Darstellung.</li><li>In der Kategorie &quot;Kulturelles Engagement als Ausdruck der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen&quot; die <link http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Group - external-link>Otto Group</link>, dessen Vertreter auch in der Jury saß.</li><li>Und der Lebensmittelkonzern <link http://de.wikipedia.org/wiki/Rewe_Group - external-link>REWE</link> in der Kategorie &quot;CSR in der Lieferkette&quot;, wobei seine <link http://www.stern.de/news2/aktuell/rewe-setzt-verkauf-umstrittener-bio-plastiktueten-aus-1812705.html - external-link>kürzlich massiv kritisierten angeblichen Bioplastiktüten</link> nun in der Lieferkette nicht mehr auftauchen dürften.</li></ul>

]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 14:15:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kunstprojekt Windkarte</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/kunstprojekt-windkarte.html</link>
			<description>Wind und Sonne sind natürliche Energiequellen, die uns unbegrenzt zur Verfügung stehen. Woher und wie stark der Wind weht, zeigt ein US-Kunstprojekt, das wir uns auch für Deutschland wünschen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Schon mal was von <link http://hint.fm - external-link>hint.fm</link> gehört? Nein, nicht <link http://byte.fm - external-link>byte.fm</link>, der frische Internet-Radiosender mit unserem Alltagsprogramm. Hint.fm nennen die beiden Künstler Fernanda Viegas und Martin Wattenberg ihre Zusammenarbeit. Ihre Kunst: Sie machen Daten sichtbar.
Die beiden Technologen wollen ein neues Reden über Daten möglich machen, also im Grunde die Verbreitung und das Wissen über Zahlen, Bewegungen und Veränderungen fördern. Sind Infografiken schon der Zahlen-Wahrheit letzter Schrei, sind Visualisierungen das Cinema Veritas - ganz besonders, wenn sie animiert sind.
Viegas und Wattenberg machen das seit 2003. Häufig sind es soziale Daten, die sie verarbeiten und mit Bildalgorithmen verbinden, manchmal auch Wort- und Bildinformationen selbst, die neue Bilder werden. Dazu schreiben sie Programme, die bestimmte Proportionen messen und in neuer Form darstellen, wie zum Beispiel verschiedene Farben in den verschiedenen Monaten eines Jahres in den Bildern von <link http://Flickr.com - external-link>Flickr</link>, im Uhrzeigersinn ausgeplottet.
<br /><img src="fileadmin/magazin/media/newsbilder/2012/flickr-of-hope.jpg" width="470" height="617" alt="" />

Mit der <link http://hint.fm/wind/ - external-link>„Wind Map“</link> haben sie jetzt auch ein&nbsp;Umweltprojekt in ihrer Künstlermappe. Die Windkarte stellt in Vektorströmen die Vorhersagen für die Windrichtung und -stärke der gesamten USA dar. Einfach in Schwarz-Weiß, gemessen und übertragen einmal in der Stunde, von der <link http://ndfd.weather.gov/technical.htm - external-link>National Digital Forecast Database</link>. Die Karte zeigt alle verfügbaren Daten an und lässt sich sogar zoomen: Ideal für Segler, Segelflieger, Drachenflieger und -steigenlasser, Surfer und Windbauern oder solche, die es werden wollen.
Dass dabei nicht nur ein eindrucksvoller Beweis der „Stromstärke“ der Natur entsteht, sondern auch ein anschauliches, praktisches kleines Kunstwerk, ist gewollt. Vergleichen Sie mal die <link http://hint.fm/wind/gallery/ - external-link>Zeitaufnahmen in der Galerie</link> und lassen Sie sich beeindrucken. Eine solche Arbeit wäre doch auch etwas für den <link http://www.wind-energie.de/ - external-link>Bundesverband WindEnergie</link>, schließlich ließe sich damit prima für die eigenen Kraftwerke werben.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 12:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Grüner Stromanteil über 50 Prozent</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/gruener-stromanteil-ueber-50-prozent.html</link>
			<description>Am Samstagnachmittag, 31. März 2012, war es soweit: Erstmals haben Sonne und Wind für mehr als 50 Prozent Strom in Deutschland gesorgt - trotz AKW-Stilllegung also von Mangel keine Rede.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Strombörse selbst lieferte den Beweis: Bei günstigen Windverhältnissen und ordentlich Sonne kann mittags bereits die Hälfte des Strombedarfs durch Solar- und Windanlagen gedeckt werden. Das zeigt ein Screenshot der <link http://www.transparency.eex.com/de/ - external-link>Strombörsenseiten</link>, den das Magazin <link http://www.heise.de/tp/blogs/2/151735 - external-link>Telepolis</link> veröffentlichte.
27,9 Gigawatt speisten Sonne und Wind zwischen 12 und 13 Uhr am Samstagmittag, dem 31. März, ein, konventionelle Kraftwerke inkl. Wasser- und Pumpkraftwerke lieferten 27.4 GW.
Zudem weist Wolfgang Pomrehn in Telepolis auf den verminderten CO2-Ausstoß 2011 hin. Trotz Wachstum der Wirtschaft und Stilllegung von acht Atomkraftwerken sind die Emissionen aus Industrie und Energiesektor um zwei Prozent gesunken, so die <link http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2012/pd12-016_emissionshandel_co2_emissionen_2011_sinken_trotz_starker_konjunktur.htm - external-link>vorläufigen Zahlen des Umweltbundesamtes</link>.
Kann sich noch jemand an die <link http://www.klimaretter.info/wirtschaft/hintergrund/9764-die-laufzeit-kampagne-der-atomlobby - external-link>Klimaretter-Kampagne</link> der deutschen AKW-Betreiber zur Laufzeitverlängerung vor der letzten Bundestagswahl 2009 erinnern? Von Klimaschutz und notwendiger Versorgung durch AKW kann jedenfalls angesichts derartiger Grünstromgewinne keine Rede mehr sein. Selbst die <link http://www.heise.de/tp/blogs/2/151724 - external-link>Propaganda für neue Meiler in Großbritannien</link> scheint da absurd.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 13:21:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Ausgrenzung macht krank</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/ausgrenzung-macht-krank.html</link>
			<description>Teilhabe ist Teil der sozialen Nachhaltigkeit. Wie verantwortlich wir damit umgehen müssen, zeigen neue Ergebnisse der Hirnforschung: Werden wir ausgeschlossen, schmerzt das quasi körperlich, worauf wir abhärten. Hirnforscher Hüther plädiert deswegen für eine andere Beziehungskultur.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Jetzt haben die Hirnforscher endlich herausgefunden, dass es im Gehirn eines Menschen, der sich gekränkt fühlt, weil er in einer sozialen Gemeinschaft ausgegrenzt wird, zur Aktivierung der gleichen neuronalen Netzwerke kommt, die auch immer dann aktiviert werden, wenn er körperliche Schmerzen empfindet. Jeder, der im Elternhaus, in der Schule oder im Beruf diese traurige Erfahrung machen musste, dass er so, wie er ist, nicht „richtig“ ist, muss diesen Schmerz also irgendwie unterdrücken.</div>
<div></div>
<div>Gelungen ist das den meisten Menschen mehr oder weniger gut. Aber um welchen Preis? Die Unterdrückung dieses sozialen Schmerzes führt zwangsläufig dazu, dass auch all jene schmerzhaften Signale, die aus dem eigenen Körper kommen, im Gehirn nicht mehr sensitiv wahrgenommen werden können.</div>
<div></div>
<div>Das Ergebnis: man spürt sich dann selbst nicht mehr richtig. Merkt nicht mehr, dass irgendetwas weh tut. Geht darüber hinweg und hält es aus, genauso wie den Schmerz über die soziale Ausgrenzung. Beides beruht ja auf der Erzeugung des gleichen Signalmusters im eigenen Gehirn.</div>
<div></div>
<div>Die Folge: Man reagiert nicht mehr auf Signale aus dem eigenen Körper, auf die man eigentlich - um gesund zu bleiben - reagieren müsste.</div>
<div></div>
<div>Ahnen Sie jetzt, weshalb so viele Menschen, die in gestörten Beziehungen leben, krank werden? Haltungsschäden bekommen, Übergewicht entwickeln, ihre Gesundheit durch krankmachende Lebensgewohnheiten ruinieren, ohne zu spüren, dass das ihrem Körper weh tut? Wie soll ihr Gehirn merken, dass etwas im Körper nicht stimmt und korrigierend darauf einwirken, wenn es davon nichts mehr mitbekommt? Eine Verbesserung unserer Beziehungskultur hätte daher weniger Erkrankungen und eine enorme Kostenersparnis im Gesundheitswesen zur Folge.</div>
<div></div>
<div>Professor Dr. <link http://de.wikipedia.org/wiki/Gerald_Hüther - external-link>Gerald Hüther</link> ist Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universitäten Göttingen und Mannheim/Heidelberg<br /><br />Der Zwischenruf von Prof. Hüther erscheint in der gleichnamigen Reihe des Thinktanks <link http://www.denkwerkzukunft.de/ - external-link>DenkwerkZukunft</link>.<br /><br /></div>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 16:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Nur wenige Unternehmen auf dem Weg zur nachhaltigen Wirtschaft</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/nur-wenige-unternehmen-auf-dem-weg-zur-nachhaltigen-wirtschaft.html</link>
			<description>Die meisten Branchen kommen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit nicht schnell genug voran. Die Münchener Ratingagentur oekom research hat 3100 Unternehmen aus 50 Ländern auf ihre Nachhaltigkeitsleistung untersucht. Nur jedes sechste ist nachhaltig und gerade in den relevanten Branchen tut sich überhaupt nichts.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><span style="font-family: Verdana, sans-serif; ">Der Rio+20-Gipfel im Sommer ist Gelegenheit, Bilanz zu ziehen: Wie nachhaltig arbeitet die Wirtschaft. Doch 20 Jahre nach dem entscheidenden Commitment zum Nachhaltigen Wirtschaften zeigt nur eine Minderheit der Unternehmen ausreichend Engagement für eine nachhaltige Entwicklung. Das geht aus dem Mitte März veröffentlichten <link http://www.oekom-research.com/homepage/german/oekom_CR_Review_2012.pdf - external-link>oekom Corporate Responsibility Review 2012</link> hervor.</span></div>
<div>Insgesamt 543 und damit 17,1 Prozent der über 3.100 von oekom research bewerteten Unternehmen erhalten per 31.12.2011 den <link http://www.oekom-research.com/ - external-link>oekom Prime Status</link>. Dazu zählen rund 300 konventionelle Großunternehmen aller Branchen sowie etwa 180 kleine und mittelständische Unternehmen aus Branchen, die etwa in den Bereichen erneuerbare Energien und Recycling einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.</div>
<div>„Ein weiteres Viertel der Unternehmen zeigt gute erste Ansätze im Nachhaltigkeitsmanagement, ihnen fehlt aber noch die systematische und flächendeckende Verankerung entsprechender Aspekte im Management,“ erläutert Matthias Bönning, COO und Head of Research von oekom research, die Ergebnisse des Ratings. „Über 57 Prozent der von uns bewerteten Unternehmen sind aber bisher kaum oder gar nicht aktiv.“</div>
<div>In vielen Branchen, die eine Schlüsselrolle für eine nachhaltige Entwicklung haben, bleiben die Aktivitäten der Unternehmen in der Breite noch deutlich hinter dem aus Nachhaltigkeitssicht Notwendigen zurück. So zeigen beispielsweise nur 23 der von oekom research bewerteten 294 Banken (7,8 Prozent) ein ausreichendes Engagement, um den oekom Prime Status zu erreichen. Gerade sie hätten aber die Möglichkeit, etwa durch die Berücksichtigung von Umweltkriterien bei der Kreditvergabe und Kapitalanlage wichtige Weichen in Richtung einer Green Economy zu stellen.</div>
<div>Auch die Energie- und Wasserversorgung hat für eine nachhaltige Entwicklung eine zentrale Bedeutung. Obwohl ein großer Teil der 154 von oekom research bewerteten Energieversorger in erneuerbare Energien investiert, bilden Kohle, Öl und in einigen Ländern auch die Atomenergie noch immer das Rückgrat der Energieversorgung. Nur 13 Prozent der Unternehmen erreichen hier aktuell den oekom Prime Status. Aus Umweltsicht problematisch ist, dass die Ölförderung immer aufwändiger wird und häufig in geschützten Naturräumen etwa in Alaska und Florida stattfindet. Damit steigen sowohl die Energie- und damit die Treibhausgasintensität der Erschließung als auch das Risiko schwerer Umweltauswirkungen. Im Jahr 2011 gab es eine ganze Reihe von Unfällen, bei denen Öl in die Natur gelangte, beispielsweise bei der Trans Alaska Pipeline. Jedes dritte von oekom research bewertete Unternehmen der Öl- und Gasbranche verstößt aktuell gegen grundlegende Umweltstandards.</div>
<div>Deutliche Defizite bei den Arbeitsrechten gibt es in der IT-Branche, die in den vergangenen Jahren in großem Umfang die Fertigung in asiatische Schwellenländer verlegt hat. Hier hat man es häufig mit Diskriminierung, mangelhaften Gesundheits- und Arbeitssicherheitsstandards, massiven Zwangsüberstunden oder Bezahlungen unterhalb der Mindestlöhne zu tun. Nur 33 der insgesamt 205 bewerteten IT-Unternehmen erfüllen derzeit die Mindestanforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement.</div>
<div>Im Zuge der Globalisierung nicht nur der IT-Branche sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen in den Schwellen- und Entwicklungsländern rund 20.000 so genannte „Emerging Markets Multinationals“ entstanden. Allein die taiwanesische Foxconn, die Produkte für zahlreiche US-amerikanische und europäische Handy- und Computerhersteller produziert, hat rund eine Million Arbeitnehmer. Das Ziel einer Green Economy wird nur zu erreichen sein, wenn auch diese Unternehmen ihren Beitrag leisten. „In Brasilien, Indien und anderen Schwellenländer gibt es erste Nachhaltigkeitspioniere“, stellt Matthias Bönning fest. „Noch erfüllen aber nur einzelne Unternehmen aus diesen Ländern die Voraussetzungen für den oekom Prime Status.“</div>
<div>Im Branchenvergleich erreichen die Hersteller von Haushaltsprodukten mit durchschnittlich 46,5 von 100 möglichen Punkten die beste Bewertung, Branchensieger ist hier der deutsche Wasch- und Reinigungsmittelhersteller Henkel. Auf die weiteren Ränge kommen die Computerhersteller (42,0) mit dem Spitzenreiter Ricoh (JP) und die Automobilindustrie (40,9), in der aktuell Renault (FR) die beste Nachhaltigkeitsleistung zeigt. Die niedrige Punktzahl selbst in den besten Branchen zeigt gleichzeitig, wie groß der Verbesserungsbedarf nach wie vor ist.</div>
<div>Im Ländervergleich haben europäische Unternehmen die Nase vorn. Auf Basis der im Aktienindex MSCI World gelisteten Unternehmen erreichen mehr als 40 Prozent der dänischen, deutschen und britischen Unternehmen den oekom Prime Status. Von den französischen Unternehmen schafft knapp jedes Dritte den Sprung in die Auswahl, in der Schweiz und Österreich gut jedes Vierte. In den wichtigen Industrienationen USA und Japan zeigt nicht einmal jedes zehnte Unternehmen ein ausreichendes Engagement für eine nachhaltige Entwicklung.</div>
<div>„Die Ambitioniertheit des Nachhaltigkeitsmanagements variiert deutlich zwischen den einzelnen Unternehmen, Branchen und Ländern“, fasst Matthias Bönning die Situation zusammen. „Um das Ziel einer grünen Wirtschaft zu erreichen, müssen die Anstrengungen deutlich intensiviert werden. Hierfür können die Regierungschefs in Rio wichtige Weichen stellen.“</div>
<div>Mehr <link http://www.oekom-research.com/index.php?content=pressemitteilung_15032012 - external-link>Informationen und Grafiken</link>.</div>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 13:43:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Obergrenzen für das Wachstum</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/obergrenzen-fuer-das-wachstum.html</link>
			<description>Was können wir persönlich und global überhaupt noch tun, um die weitere Zerstörung von Klima, Umwelt und sozialer Balance aufzuhalten? Greenpeace hat dazu Prof. Uwe Schneidewind gefragt, Präsident des Wuppertal Instituts und Mitglied der Wachstums-Enquete des Bundestags.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Im Treibhaus im grünen Bereich. So ist der Bereich der Podcasts von Greenpeace übertitelt. Die Audio-Beiträge lassen sich einfach online hören oder herunterladen. In den Folgen 27 und 28 gibt Uwe Schneidewind Antworten zu den Fragen, was aus der Endlichkeit natürlicher Ressourcen folgt - auf persönlicher und auf globaler Ebene.</div>
<div></div>
<div>Für Schneidewind sind die Konsequenzen aus der Wachstumsdebatte klar, denn der eigentliche Engpass liegt nicht bei der vielbeschworenen Rohstoffknappheit. Vielmehr überschritten sind die Grenzen des Wachstums in drei Bereichen: bei der <link http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiversit%C3%A4t - external-link>Biodiversität</link>, bei der Aufnahmekapazität <link http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffsenke - external-link>natürlicher Senken</link> und beim Austragen bestimmter Nährstoffe - &quot;da sind wir im roten Bereich&quot;, sagt Schneidewind.</div>
<div></div>
<div>Die wichtigste Konsequenz sei nicht, zu verzichten, sondern zu erkennen, dass Lebensqualität in den Wohlstandsgesellschaften immer weniger mit Materiellem zu tun habe - und viel mehr mit anderen Dingen wie etwa Zeit.</div>
<div></div>
<div>Die Folge ökologischer Grenzen des Wachstums könnten nur absolute Obergrenzen (&quot;caps&quot;) sein, um etwa besonders kohlenstoffintensive Verfahren wie <link http://de.wikipedia.org/wiki/Fracking - external-link>Fracking</link> oder <link http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lsand - external-link>Ölsandgewinnung</link> zu unterbinden - solche Obergrenzen seien aber nur international durchsetzbar. Dies könne zum einen durch Effizienzsteigerungen bei ressourcenschonenden Technologien gelingen, zum anderen durch die normative Kraft des Prinzips globaler CO2-Gerechtigkeit, das von zivilgesellschaftlichen Gruppen durch Aktionen weiter gestärkt werden müsse.</div>
<div></div>
<div>Das Interview ist als <link http://blog.greenpeace.de/blog/2012/03/19/greenbites-der-podcast-von-greenpeace-27-–-grenzen-des-wachstums/ - external-link>Podcast auf greenpeace.de </link>&nbsp;nachzuhören.</div>
<div></div>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 12:52:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wo liegt Deutschlands wahrer Wohlstand?</title>
			<link>http://www.factory-magazin.de/news/beitrag/artikel/wo-liegt-deutschlands-wahrer-wohlstand.html</link>
			<description>Auf der Suche nach modernen Antworten schwankt der Bundestag zwischen Erkenntnisinteresse und Verlustängsten. Ein Zwischenruf von der ZEIT-Redakteurin Petra Pinzler.


</description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Es war ein großes Versprechen. Da hatte der Bundestag vor gut einem Jahr die <link http://de.wikipedia.org/wiki/Wachstum,_Wohlstand,_Lebensqualit%C3%A4t - external-link>Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“</link> eingerichtet. In der sollten Abgeordnete und Experten über Parteigrenzen hinweg debattieren, ob Deutschlands Wirtschaftswachstum an Grenzen stoßen kann und welche Konsequenzen das hätte: Woher kommt dann noch Wohlstand, wie kann die Politik für gute Lebensqualität sorgen?</div>
<div>Leider ist die <link http://www.daniela-kolbe.de/sites/default/files/content/download/120307_thesen_nach_einem_jahr_arbeit_der_enquete_zimmer_kolbe.pdf - external-link>Zwischenbilanz</link> nach einem Jahr wenig erfreulich. Zwar präsentierten in den öffentlichen Sitzungen kluge Fachleute viele Fakten über Wachstum, dessen ökologische Nebenwirkungen, über Fortschritt und neue Wohlstandsmaße. Doch spannend und kontrovers debattiert wurde darüber meist hinter verschlossenen Türen und so interessieren sich die Medien heute kaum noch für die Enquete. Zudem ist die wichtige Arbeitsgruppe 1, die sich mit dem Stellenwert des Wachstums beschäftigen und ihre Erkenntnisse eigentlich in diesen Wochen präsentieren sollte, heillos zerstritten. Vor allem die FDP verweigert sich dem Nachdenken darüber, wie ein Land auch mit sinkenden Wachstumsraten wohlhabend bleiben kann und fordert für ihre Blockade von der CDU Koalitionsloyalität. Darüber wächst wiederum bei Grünen, SPD und Linken der Frust. Und so schwindet die Chance, diese so wichtige Frage jenseits der klassischen Parlamentslogik (Opposition versus Koalition) zu diskutieren.</div>
<div>Ein wenig Optimismus kann man indes aus der Arbeit anderer Gruppen und einzelner Experten schöpfen: Ein interessanter Zwischenbericht beschreibt die Suche nach besseren Maßstäben für Wohlstand, die das BIP ersetzten oder ergänzen könnten. Die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Ressourcenverbrauch und der Entkoppelung beschäftigt, verspricht gute Ergebnisse. Und auch die Zwischenbilanz, die die Vorsitzende Daniela Kolbe (SPD) und Matthias Zimmer (CDU) ziehen, beschreibt zumindest die Probleme, denen sich Deutschland stellen muss, auf interessante Weise.</div>
<div>Ob das aber reicht, damit am Ende doch noch ein breiteres Publikum neu über Wachstum und Wohlstand nachdenkt? Es wäre so sehr zu hoffen!</div>
<div><i><link http://community.zeit.de/user/petra-pinzler - external-link>Petra Pinzler</link> ist Autorin des Buches „Immer mehr ist nicht genug. Vom Wachstumswahn zum Bruttosozialglück“. Den Zwischenruf schrieb sie im Auftrag des <link http://www.denkwerkzukunft.de/ - external-link>DenkwerksZukunft</link>.</i></div>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 14:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
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