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Donnerstag, 06. April 2017

KMU: Neue Ideen für Ressourceneffizienz fördern lassen

Weniger Ressourcen für Produkte und Dienstleistungen einzusetzen, ist der Schlüssel für einen Wandel in der Wirtschaft. Kleine und mittlere Unternehmen in NRW können im Programm "Ressource.NRW" Fördermittel für ihre besten Ideen dazu erhalten.

Ressourcen zu schonen ist der beste Klimaschutz: Was weniger Material und Energie in der Produktion verbraucht, verursacht auch weniger Schäden in der Umwelt. Nach diesem Motto geht es nicht nur darum, in der Produktion weniger Rohstoffe einzusetzen oder weniger Abfälle zu erzeugen, sondern auch darum, Produkte mit längerer Lebensdauer, reparierbar und wiederverwendbar herzustellen – oder sie sogar durch ressourcenleichtere Dienstleistungen zu ersetzen.

Wenn beispielsweise Unternehmen mehr Remanufacturing betreiben, indem sie gebrauchte Geräte wiederaufbereiten, statt diese durch neue zu ersetzen, lassen sich bis zu 90 Prozent der bisherigen Rohstoffe einsparen, so der Remanufacturing-Experte Prof. Steinhilper im factory-Magazin Circular Economy. Aber auch einzelne Schritte in den Prozessen und in der Entwicklung können Rohstoffe sparen oder die Produktlebensdauer verlängern.

Um die Wirtschaft konsequenter zur Nachhaltigkeit zu wenden, wirbt das Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen seit Februar 2017 mit einem neuen Ideenwettbewerb für mehr Ressourcenschutz. Der Förderaufruf Ressource.NRW richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen.

Gesucht werden ihre besten Ideen für innovative ressourceneffiziente Investitionen. Die Teilnahme lohnt sich durchaus – nicht nur, weil sich durch Ressourceneffizienz Material und Energie und damit Kosten sparen lassen, sondern weil für insgesamt drei Einreichungstermine (28. April 2017, 29. September 2017 und 2. März 2018) Fördermittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Wer sein Konzept schon kennt, kann gleich die erste Einreichungsfrist nutzen, die bereits am 28. April endet.

"Die Höhe der möglichen Fördersätze hängt von der Größe des antragsstellenden Unternehmens und der Art des zur Förderung beantragten Vorhabens ab und beträgt zwischen 40 und 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben", teilt die Effizienz-Agentur NRW mit, die den Förderaufruf "Ressource.NRW" im Auftrag des NRW-Umweltministeriums durchführt.

Sie steht den Unternehmen auch für alle fachlichen Fragen zur Verfügung. Kontakt: ressource.at.efanrw.de, Tel.: 0203/37879-35. Fragen zur fördertechnischen Seite des Aufrufs beantwortet das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW unter www.lanuv.nrw.de, ressource.nrw.at.lanuv.nrw.de

Gefördert wird Ressource.NRW aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – kurz EFRE. In NRW finanziert er insbesondere Maßnahmen, die dazu beitragen, Betriebe wettbewerbsfähig und nachhaltig zu machen und Arbeitsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen zu schaffen. Rund 352 Milliarden Euro sind in der Periode von 2014 bis 2020 vorgesehen – fast ein Drittel des gesamten EU-Haushalts. Ziel ist ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum in der EU.

Bild: Effizienz-Agentur NRW



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