Ausgabe 04/2005: Nanotechnologie

Editorial: Nachhaltigkeit vom Allerkleinsten

Die Zukunft liegt im Kleinsten, im Allerkleinsten – im Bereich des millionsten Teils eines Millimeters. Zumindest zu einem erheblichen Teil. Und trotz der nicht abreißen wollenden Klagen über die Qualität des Wirtschaftsstandorts Deutschland sind sich Politiker und Fachleute weitgehend einig, dass diese Zukunft auch in Deutschland stattfinden wird. Nur in den USA werden mehr Patente, die auf Nanotechnologie beruhen, angemeldet als hier …

 

Thema

Chancen und Risiken der Nanotechnologie - die europäische Sichtweise

Die Europäische Kommission präsentierte im Mai 2004 die europäische Strategie zur Nanotechnologie, die im Juni 2005 im Aktionsplan zur Nanotechnologie konkretisiert wurde. Soziale, ethische, gesundheitliche und Umweltaspekte der neuen Technologie wurden als wichtige Eckpfeiler für ihren Erfolg identifiziert und bilden die Grundlage für den integrierten und verantwortungsvollen Ansatz der nanotechnologischen Forschungsförderung auf europäischer Ebene …

Nachhaltigkeit durch Nanomaterialien

Nanomaterialien ermöglichen aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften eine Vielzahl neuer, innovativer Produkte oder Verfahren. An welchen Entwicklungen die chemische Industrie arbeitet und welche Fortschritte sie auch für den Umwelt- und Verbraucherschutz erwartet, macht Professor Dieter Jahn, Vorsitzender des Fachausschusses Forschungs- und Bildungspolitik im Verband der Chemischen Industrie hier deutlich …

Nanotechnologie und Nachhaltigkeit

Mit der Nanotechnologie verbindet sich die Hoffnung auf bedeutende Umsatzpotenziale in der Wirtschaft. Von den neuen Produkten und Verfahren wird außerdem ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise erwartet. Zu den Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit wurden bereits gesellschaftliche Dialogprozesse initiiert …

Runde Tische für kleinste Teilchen

Das Bundesumweltministerium hat zusammen mit dem Umweltbundesamt und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin das Projekt "Ermittlung und Bewertung der Umwelt- und Gesundheitsgefahren durch Nanopartikel" initiiert, um im Dialog mit allen wichtigen Akteuren die Wirkungen synthetischer Nanopartikel auf Umwelt und Gesundheit zu diskutieren. Stefan Löchtefeld von der iku GmbH in Dortmund, der den Dialog betreut, erläutert im Gespräch mit Gerhard Kaminski worum es geht…

 

Wachstumsmarkt Nanotechnologie

Bereits heute wird das Weltmarktvolumen von Produkten, bei denen nanotechnologische Herstellungsverfahren oder Komponenten eine Rolle spielen, auf etwa 100 Milliarden Euro geschätzt. Die deutsche Wirtschaft will die gute wissenschaftliche Ausgangsbasis in weiteres Wachstum umsetzen, ihr Mittelstand hat noch einige Hürden zu überwinden …

Lücken schließen statt Mut zur Lücke - Standpunkt von Lutz Cleemann

Was die Mikrotechnologie der achtziger Jahre war – und unserer Arbeits- und Privatleben bis heute prägt –, das sind aus meiner Sicht die Nanotechnologien für die kommenden Jahrzehnte, nämlich Querschnitts- und Schlüsseltechnologien zugleich. Sie haben ihren "Siegeszug" durch unser Leben schon begonnen …

Projekte und Konzepte

ÖkoBusinessPlan fördert Nachhaltiges Wirtschaften

Im Sinne Nachhaltiger Entwicklung sieht es die Stadt Wien als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, die hohe Lebensqualität ihrer Bürger zu erhalten und weiter zu entwickeln. Die Unternehmen in der Stadt werden dabei mit dem ÖkoBusinessPlan in vorbildlicher Weise einbezogen und gefördert…

Wiener Pilotprojekt Nachhaltigkeit

Vier Unternehmen in Wien haben jetzt eine Selbstbewertung vorgenommen, um Ihre "Nachhaltigkeits-Performance" zu verbessern und diese in Nachhaltigkeitsberichten der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Stadt Wien hat sie dabei unterstützt, im Rahmen ihres ÖkoBusinessPlan …

Die neue DIN 14001:2005

Ab Mai 2006 ist sie Geschichte: die Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001:1996. Bestehende Zertifikate verlieren spätestens zum 14. Mai 2006 ihre Gültigkeit, ab Mai ist der Nachfolger 14001:2005 relevant. Rund 4 500 in Deutschland zertifizierte Organisationen müssen prüfen, inwieweit ihr Umweltmanagementsystem die novellierten Vorgaben erfüllt und mögliche Defizite bis zum Ablauf der Übergangsfrist bearbeiten …

Nanologue - Dialog über Chancen und Risiken der Nanotechnologie

"Nanotechnologie tötet Krebszellen", titelte BBC News einen Bericht im September 2005. Auch über medizinische Anwendungen hinaus werden von dieser neuen Technologie entscheidende Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Andere dagegen befürchten Lebensmittel à la Frankenstein und warnen vor der potenziellen Gefahr von Nanopartikeln …

Unternehmen

Seh-Chips für Blinde

Biotechnologische Entwicklungen können die Situation behinderter Menschen verbessern. Das erste funktionsfähige Netzhautimplantat entwickelt Retina Implant AG. Ralf Bindel sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Walter G. Wrobel …

Schneller mit Nanion

Der Biochip von Nanion Technologies kombiniert Bio- und Nanotechnologie. Mit seiner Hilfe können neue Arzneimittel präziser und effizienter getestet werden …

Arboform: die bessere Hälfte des Holzes

Lignin, ein Holzbestandteil, wurde bisher bei der Papierproduktion als Abfall behandelt. Jetzt stellt das junge Unternehmen Tecnaro aus Eisenach einen hochwertigen Werkstoff daraus her. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, von der Lautsprecherbox über den Bodenbelag bis zum Spielzeug …

Umweltfreundlich bis in die Poren

Mit einem selbst entwickelten Verfahren imprägniert die VDT Vakuumdichttechnik GmbH Guss und Sinterteile auf besonders umweltfreundliche Weise. Sie kommt dabei ohne Abwasser und weitgehend ohne Abfall aus. Dafür hat sie die Effizienz-Agentur NRW jetzt mit dem Effizienz-Preis 2005 ausgezeichnet …

 

Nachhaltige Socken made in Germany

Kreativität bei der eigenen Produktgestaltung geht einher mit fantasievollem Engagement im Sinne nachhaltiger Entwicklung. Die Tutto GmbH in Hechingen (Baden-Württemberg) zeigt, dass Textilwirtschaft auch in Deutschland eine Chance hat …

Der Nachhaltigkeitsmanager Andreas Swoboda

Qualität und Genuss, das gehört zusammen. Und zusammen sollten diese Begriffe für Bio-Lebensmittel stehen. Davon ist Andreas Swoboda fest überzeugt. Und diese Überzeugung einer immer größer werdenden Kundschaft zu vermitteln, sieht er als sein wichtigstes Anliegen an. "Die Kennzeichnung ‚Bio’ muss immer mit Topqualität verbunden werden. Das entspricht der Vorstellung der Kunden und wir dürfen diese Erwartung nicht enttäuschen," lautet der selbst gesetzte Maßstab des 36-jährigen Diplom-Ingenieurs für Lebensmitteltechnologie…

Die Herausgeber berichten

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

UNEP und WI gründen Nachhaltigkeits-Centre

Allianz "Nachhaltig Lernen"

Lion Powerblock und Sonnenschiff

Effizienz-Agentur NRW

Effizienz-Preis NRW 2005 verliehen

future e.V. – Umweltinitiative von Unternehme(r)n

Sustainable Excellence Group lädt zur Winners‘ Conference 2006

Weiterentwicklung Sustainable Excellence

ATZ ist Partner der Unternehmen

 

Service

Buchbesprechungen:

Gesichter des Nachhaltigkeitsmanagements Langfristiges Denken