Ausgabe 03/2008: Zeit für die richtige Investition

Editorial: Zeit für die richtige Investition

Der Klimawandel findet bereits statt. Daran zweifelt ernsthaft niemand mehr. Und jenseits des Alarmismus, der in Schlagzeilen wie „Planet im Fieber“ mündet, machen sich Politik und Wirtschaft ebenso ernsthaft daran, Anpassungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. [Beitrag lesen]

Thema

Mit den Megatrends zur Nachhaltigkeit

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für die globalen Gesellschaften. Die Ressourcenverknappung wiegt nicht minder schwer, ebenso der demografische Wandel. Die Megatrends der Nachhaltigkeit sind bekannt, fließen aber zu wenig in die ­Strategien von Unternehmen ein. Dabei kann unternehmerisches Engagement zur Veränderung das beste Investment sein.

Return on Sustainable Investment

Jeder Unternehmer hat als Hauptziel die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, heute gern als „Return on Investment“ formuliert. Beachtet er Umweltschutz, Energieeffizienz, Bildung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als zentrale Bausteine Nachhaltigen Wirtschaftens lohnt sich die Investition auf Dauer. Beim Gang zur Bank empfiehlt sich die Begleitung durch erfahrene Berater.

Amortisation in weniger als zwei Jahren

PIUS-Check und PIUS-Finanzierung sind spezielle Beratungsmodule, die Unternehmen helfen, ressourcen- und kosteneffizient zu arbeiten, in dem sie betriebliche Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen durchführen. Marcus Lodde, Projektkoordinator der Effizienz-Agentur NRW (EFA), erläutert wie das funktioniert.

Geld für Grüne Gründer

Nachhaltig orientierte Unternehmensgründungen sind häufig besonders innovativ und „unter­nehmungslustig“, wie der Rückblick auf die Entwicklung der Wind- und ­Solarenergie zeigt. Doch das Innovationspotenzial zur Nachhaltigen Entwicklung könnte besser genutzt werden, wenn Gründer gezielt gefördert werden.ialforschung e.V. geleitet.

Mit Verantwortung und Transparenz

Standpunkt von Thomas Jorberg

Projekte

Spielerisch zum Nachhaltigkeitsmanagement

Dieser Nachhaltigkeitscheck setzt auf den intensiven Dialog der Verantwortlichen im Unternehmen. Entwickelt hat ihn die Unternehmensberatung Nedler im Rahmen des Projekts „NewDo – nachhaltig erfolgreich wirtschaften in Dortmund“.

Schwere Zeiten für Energiefresser in KMU

Den Energieverbrauch im Unternehmen zu senken, ist angesichts steigender Energiepreise das Gebot der Stunde. Seit Anfang des Jahres erleichtert ein „Sonderfonds“ der KfW-Förderbank kleineren Unternehmen, Maßnahmen dazu zu finanzieren und professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

Vom Charme effizienter Geschäftsprozesse

Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse effizient gestalten, reduzieren Kosten und verbrauchen weniger Energie und Rohstoffe. Diese beiden Produktionsgrundlagen sind in den letzten Jahren immer teurer geworden, weshalb sich unternehmerisches Engagement in diesem Sinn auch als Wettbewerbsvorteil auswirkt. Dass sich zudem ein deutlicher Gewinn für die Umwelt ergibt, zeigen die Projekte zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) der Effizienz-Agentur NRW.

PIUS ist wichtiger denn je

Das Unternehmen Walter Hillebrand Galvanotechnik in ­Wickede an der Ruhr hat bereits zwei größere Projekte zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) durchgeführt. Über die Erfahrungen damit berichtet Karl Morgenstern, ­Produktionsleiter des Wickeder Werks.

Geschäftsreisen nachhaltig gestalten

Reisen gehört zum Geschäft. Dass dabei Umweltschutz und soziale Verantwortung angemessen berücksichtigt werden können, zeigen die Preisträger des kürzlich vergebenen „CSR-Mobilitätspreises“.

Unternehmen

Reif für die Umweltzone

Immer mehr Städte richten „Umweltzonen“ ein, um die Feinstaubbelastung zu verringern. Davon sind auch Busse und andere Lkw betroffen. Mit den modularen Rußpartikelfiltern bietet die PURI tech ihnen eine wirksame Nachrüstmöglichkeit, um die Fahrerlaubnis für die Umweltzone zu bekommen.

Mit Möbeln wie Mosspink

Brühl & Sippold heißt der Hersteller, Mosspink das Möbel. Das neue Sitzsofa ist konsequent nach ökologisch-sozialen Kriterien konstruiert und umgesetzt – und kommt bei den Kunden gut an. Dabei hat Nachhaltigkeit bei dem Möbelhersteller Tradition.

Weniger Flasche für mehr Genuss

Modernes Design und weniger Gewicht, damit punktet die kleinste Glasflasche aus dem Sortiment der Schlör Bodensee Fruchtsaft AG, die im Mehrwegsystem vertrieben wird. Vor kurzem hat das Unternehmen dafür den Mehrweg-Innovationspreis 2008 bekommen.

Wo die Kleinen zu Großen werden

Seit zehn Jahren orientiert sich die Anlage­gesellschaft der Schweizer Kantonalbanken Swisscanto am Gebot der nachhaltigen Entwicklung. Weil das nachhaltige Produkt­angebot breit gefächert ist, erhalten immer mehr Kunden eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Produkten.

Dem Klimawandel strategisch begegnen

Im Jahr 2011 wird die Provinzial Rheinland Versicherungsgesellschaft ihr 175. Jubiläum feiern. Bis dahin will das Unternehmen alle geschäftlichen Aktivitäten so gestalten, dass diese keine Belastung für das Klima hervorrufen. „CO2-Neutralität“ lautet das Ziel.

Der Nachhaltigkeitsmanager Lothar Hartmann

Große Unternehmen haben mittlerweile eigene Abteilungen, die sich um die Nachhaltigkeit oder CSR (Corporate Social Responsibility) kümmern. Oder sie haben zumindest einen Nachhaltigkeitsmanager. Das können sich kleine und mittelständische Unternehmen nicht leisten? Keineswegs. Dass es auch in einem Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern Sinn macht, die Stelle des Nachhaltigkeitsmanagers formal einzurichten, zeigt die memo AG in Greußenheim bei Würzburg. Sie wurde Ende der 1980er Jahre von Jürgen Schmidt gegründet, der heute Sprecher des Vorstands ist, und bietet mit stetig wachsendem Kundenkreis „umweltverträglichen Bürobedarf zu günstigen Preisen“ an.

Die Herausgeber berichten

Wuppertal Institut

Kompetenz für Ressourceneffizienz – zehn Jahre Effizienz-Agentur NRW

Regionalbüro Bergisches Städtedreieck

Effizienz-Agentur NRW

Ressourceneffizienz weltweit

Future e.V.

Kyocera-Umweltpreis für future-Mitglied

HiPP für Management der Geschäftsreisen ausgezeichnet

Neue Broschüre: Megatrends der Nachhaltigkeit