Ausgabe 02/2005: Nachhaltigkeit in der Ernährungswirtschaft

Editorial: Ein kompakt(es) Angebot

Die Ernährungswirtschaft befindet sich in einem tief greifenden Strukturwandel. Bundesweit sind zuletzt pro Jahr 5000 der Arbeits plätze in der Branche verloren gegangen. Vor diesem Hintergrund und angesichts sich verstärkender Konzentrationstendenzen im Einzelhandel …

Thema

Nachhaltige Entwicklung in der Ernährungswirtschaft

Lebensmittel sind heute so billig wie noch nie. Doch preiswerte Lebensmittel kosten mehr als je zuvor: Arbeitsplätze, Vertrauen, Gesundheit. Eine zukunftsfähige Ernährungswirtschaft muss sich daher an vielen Stellen verändern. Das Projekt kompakt hilft vor allem kleinen und mittleren Unternehmen dabei …

Personal für die Zukunft

NEW.S setzt auf die Kompetenz der Beschäftigten in der Ernährungsbranche. Das Kürzel steht für das Nordrhein-Westfälische Ernährungswirtschafts-Sozialpartnerprojekt e. V. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative des Arbeitgeberverbands der Ernährungsindustrie Nordrhein-Westfalen, des Verbandes Rheinisch-Westfälischer Brauereien und Mälzereien sowie der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Sie wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes NRW. NEW.S-Geschäftsführerin Anne Böing erläutert, welchen Beitrag das Projekt zu einer zukunftsfähigen Unternehmensentwicklung leistet …

Fachberater für Nachhaltiges Wirtschaften

Im Rahmen des kompakt-Projektzusammenhangs ist seit dem Sommer 2003 ein Ausbildungskonzept für Fachberater für Nachhaltiges Wirtschaften (FANWI) entwickelt und in der Praxis erprobt worden. Koordiniert wird das Qualifizierungsprojekt vom nordrhein-westfälischen Landesinstitut für Schule (LfS) in Soest. Die Erprobung der Projektergebnisse läuft seit September 2004 in zwei innovativen Berufskollegs in Köln und Wuppertal. Über das Konzept und die Erfahrungen bei der Umsetzung sprach Gerhard Kaminski mit dem Projektleiter Ernst Tiemeyer vom LfS …

SAFE in die Zukunft des Bäckereihandwerks

Im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft kompakt haben das Wuppertal Institut und die Trifolium-Beratungsgesellschaft in fünf Unternehmen der Ernährungsbranche ihr Instrument SAFE eingesetzt. Eins davon war das Cronenberger Backhaus, dessen Beschäftigte die Veränderungsprozesse nachhaltig mitgestalten konnten …

Risiko- statt Krisenmanagement

Produkt- und Verbraucherverantwortung stehen ganz oben auf der Liste der Herausforderungen für nachhaltige Unternehmen. Risiken strategisch zu managen, verbessert die Unternehmenssituation, sagen Banker, Unternehmer und Gesetzeshüter. Das foodradar-Projekt unterstützt Unternehmen bei der Einführung des Risikomanagements …

Potenzialanalyse bei der Bäckerei Hoenen GmbH

Die Bäckerei Hoenen GmbH hat in den letzten Jahren ihr Filialnetz auf 29 Standorte ausgeweitet. Grund genug, das RKW mit einer Potenzial­analyse zu beauftragen, um die neuen Strukturen zu bewerten und Verbesserungspotenziale zu nutzen …

Von Finnland lernen – Qualifizierung im bilateralen Austausch

Die Entwicklungspartnerschaft kompakt ist auch an der trans­nationalen Partnerschaft EEE (Empowerment for Enterprises and Employees) beteiligt. Diese fördert den Erfahrungsaustausch zur Arbeit in den vier beteiligten nationalen Projekten über die Landesgrenzen hinaus …

Qualität durch Nachhaltigkeit in der Ernährungswirtschaft - Standpunkt von Renate Künast

Nachhaltigkeit ist ein Luxusthema und kostet zu viel Geld! Wie falsch diese Einschätzung ist, musste die Ernährungswirtschaft zu Beginn des neuen Jahrtausends mit der BSE-Krise erfahren …

Projekte und Konzepte

Wege zum nachhaltigen Konsum

Ob Teppich oder Fußball, es gibt immer mehr Möglichkeiten, Produkte zu kaufen, die Kriterien Nachhaltigen Wirtschaftens erfüllen. Ein einheitliches Gütesiegel dafür gibt es (noch) nicht. Mit der kürzlich gestarteten Kampagne: „Echt gerecht. Clever ­kaufen“, will das Verbraucher­ministerium die Orientierung beim Einkauf erleichtern …

Wie sich nachhaltige Produkte besser verkaufen lassen

Nachhaltigkeit ist ein Qualitätsmerkmal, das sich als Verkaufsargument gut nutzen lässt. Der Verbraucher muss nur gezielt informiert werden. Praxistests beim Versandhaus OTTO und der Baumarktkette OBI haben gezeigt, dass Leitsysteme für nachhaltige Produkte deren Umsatz deutlich steigern …

Nachhaltigkeit, Ästhetik und Marketing verbinden

Zwei Forschungsinstitute, eine Designagentur und vier Unternehmen aus den Branchen Bauen und Wohnen haben neue Produkte entwickelt, die ein gutes Design aufweisen und dazu ökologisch sinnvoll sind. Zudem wurde in dem Projekt „ecobiente“ untersucht, wie die Zielgruppen für diese Produkte am besten erreicht werden können …

Nicht von Pappe: Papierindustrie schont Ressourcen

Papier ist gefragter denn je. Gleichzeitig klagt die ­Branche über den Preisverfall. Das bietet Unternehmen Anlass genug, nach Möglichkeiten Ausschau zu ­halten, die ­Kosten zu senken. Dass sich das mit Umweltschutz ­bestens verbinden lässt, zeigen Maßnahmen zum produktions­integrierten Umweltschutz (PIUS), wie sie die Effizienz-Agentur NRW entwickelt, unterstützt und fachlich begleitet …

Im schnellen Wechsel

Die Lebensmittelproduktion erfordert ein hohes Maß an Hygiene. Diese wiederum bedingt viele und gründliche Reinigungen der Produktionsanlagen, insbesondere der Rohrleitungen. Mit moderner Messtechnik und umweltbewusster Steuerung der Reinigungsphasen, lassen sich dabei Ressourcen und Geld sparen …

 

Unternehmen

Frosta wächst mit dem Frosta-Reinheitsgebot

Der Tiefkühlkost-Hersteller Frosta verzichtet auf Zusatzstoffe –

zugunsten von Qualität, Geschmack und Umsatz. In einem vom Kostendruck geprägten Markt zeigt das Unternehmen, wie Lebensmittelverarbeiter trotzdem nachhaltig gewinnen können.

Weleda wächst mit Familienbeteiligung

Eines der Vorzeigeunternehmen der Republik ist Weltmarktführer bei anthroposophischen Medikamenten und vielfach prämierten Kosmetika. Kürzlich lobte Bundeskanzler Gerhard Schröder Weleda als familienfreundlichste Arbeitgeberin. Ein Beteiligungsfonds soll nun den Ausbau der Produktion sichern.

Apple wächst durch Design

Der kalifornische Computerhersteller Apple ist bekannt für innovatives Design und neue Marktstrategien. Den ab Sommer geltenden EU-Regeln zur Rücknahme von Elektronikschrott und zur Vermeidung von giftigen Inhaltsstoffen sieht der Hersteller gelassen entgegen, während er sich in den USA mit massiven Vorwürfen von Umweltschützern auseinander setzen muss.

Bedford führt prozessorientiertes Managementsystem ein

Die Bedford Fleischwaren GmbH in Osnabrück ist derzeit dabei, die inner­betriebliche Organisation auf eine neue Basis zu stellen. Dabei wird vor allem das interne Auditverfahren für den Bereich Produktion systematisiert. Als Grundlage für die neue prozessorientierte Managementstruktur dient der zuvor durchgeführte ZukunftsCheck von future e. V.

Mehr Effizienz im Schlachthof

Die Schlachthof & Märkte Duisburg (SMD) GmbH setzt auf produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS). Die Erneuerung ihrer Schlachtanlage hat sie so vorgenommen, dass der Wasserverbrauch erheblich gesenkt werden konnte.

Der Nachhaltigkeitsmanager: Dirk Seiling

Gerade war er in Mailand. Aber auch Barcelona oder Atlanta in den USA sind Ziele von Dirk Seilings Dienstreisen. Als Leiter EHS (Environment, Health, Safety) des rund um den Globus tätigen Unternehmens Armacell …

Die Herausgeber berichten

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Konsum messen – eine Vorstudie

 

Nachhaltige Strategien für kommunale Ver- und Entsorgungsunternehmen

 

The Efficient Entrepeneur

Effizienz-Agentur NRW

Prozesswasseraufbereitung: Contracting statt Investition

Metallindustrie: Prozessoptimierung und Ressourcenkostenrechnung

future e.V. – Umweltinitiative von Unternehme(r)n

Prozessmanagement 2006

kompakt: International Food Standard und Qualifizierung

Einstiegshilfen für Umweltmanagementsysteme

 

Service

Buchbesprechungen:

Fair Future

Weltmacht Energie – Herausforderung für Demokratie und Wohlstand