Ausgabe 01/2008: Nachhaltige Ressourcennutzung
Editorial: Wege für Selbstläufer
Eigentlich sollte das doch ein „Selbstläufer“ sein: Unternehmen erschließen alle Potenziale, um die Produktionskosten zu senken. Sie setzen nicht nur ihr Personal effizient ein, sondern nutzen auch alle Möglichkeiten, mit Rohstoffen und Energie rational umzugehen. Und da sich mit dem effizienteren Einsatz von Ressourcen „viel Geld verdienen“ lasse, so der Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung Dr. Günther Bachmann anlässlich der Innovationskonferenz des Bundesumweltministeriums zum Thema im letzten Oktober, müsse diese Erkenntnis den genannten Selbstläufer erzeugen. Eigentlich... [Beitrag lesen]
Thema
Zukunftstrend Ressourceneffizienz
Die deutsche Wirtschaft ist schon gut aufgestellt, wenn es um Umwelttechnologien und andere „grüne“ Industrien geht. Damit diese weiter vorankommen und zudem noch effizienter mit den knappen Ressourcen umgegangen wird, setzt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf den Dialog zwischen den Akteuren in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. [Beitrag lesen]
Zukunftsmärkte für grüne Technologien
Im Auftrag des Bundesumweltministeriums hat Roland Berger Strategy Consultants eine Umfrage bei rund 1500 Unternehmen und etwa 250 Forschungseinrichtungen durchgeführt, um einen „Umwelttechnologie-Atlas“ für Deutschland zu erstellen. Im Gespräch mit factorY-Redakteur Gerhard Kaminski erläutert Dr. Torsten Henzelmann, der das Projekt geleitet hat, wo „Green- Tech made in Germany“ heute steht und welche Perspektiven die Zukunft bietet...
Von der Leichtigkeit des Stahls
Es ist nicht alles Stahl, was glänzt. Aber es ist meist alles stabil, was aus Stahl gebaut ist. Der für seinen Preis unübertroffene Formfaktor, seine Elastizität, Festigkeit, Fügbarkeit und Rezyklierbarkeit machen Stahl auch im Zeitalter der High-tech-Werkstoffe zu einem der begehrtesten und innovativsten Werkstoffe der Welt. Den neuen Stahlboom verursachen vor allem die stark wachsenden Wirtschaften Chinas und Indiens. Für 2010 wird mit einem jährlichen Wachstum der Weltrohstahlproduktion von mehr als sechs Prozent gerechnet...
Effizienz-Effekte eher durch Stahleinsatz
Prof. Dr.-Ing. Dieter Ameling ist Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl und Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh in Düsseldorf. Ralf Bindel sprach mit ihm über die Zukunft der Stahlproduktion.
Systeminnovation durch Partizipation
Manche Wahrheiten haben ihre eigenen Zeiten: Auf längere Sicht sind die Rohstoffvorkommen endlich und müssen mit immer größerem Aufwand erschlossen werden. Mittelfristig wird der verstärkte Rohstoff-Nachhol-Bedarf der Schwellenländer anhalten. Und kurzfristig trägt der massive Verbrauch fossiler Energieträger weiter zur Klimaveränderung bei. Weil das die Menschen teuer zu stehen kommt, werden neue Wege für neue Konzepte gesucht. Gleichzeitig sollen diese so angelegt sein, dass sie von möglichst breiter Beteiligung getragen sind. Denn je größer der Akteurskreis ist, der eine gemeinsame Ressourcenpolitik will, desto höher ist ihr gesellschaftliche Stellenwert. Und damit auch die Chance, dass die Effizienzpotenziale in größerem Umfang – und möglichst schnell – ausgeschöpft werden. Darüber hinaus sind fokussierte Kooperationen erforderlich, um Innovationen zu entwickeln und voranzutreiben...
Das rote Gold recyceln
Überall dort, wo Elektrizität übertragen wird, ist Kupfer nur schwer ersetzbar. Das Edelmetall ist energieintensiv, begehrt und teuer, lässt sich aber unbegrenzt wiederverwenden. Weltweit ist Deutschland der viertgrößte und in der EU der größte Konsument von Kupfer. Grund genug, sich mit neuen Perspektiven für mehr Kupfereffizienz zu beschäftigen.
Die Zukunft wohnt im Bestand
Jeden Tag werden in Deutschland rund 120 Hektar Freifläche in Siedlungs- oder Verkehrsfläche umgewandelt. Von einem nachhaltig verträglichen Flächenverbrauch, den Deutschlands nationale Nachhaltigkeitsstrategie mit einem Zuwachs von maximal 30 Hektar pro Tag angibt, ist die Bau- und Planungspraxis also noch weit entfernt. Das Einkaufszentrum wie das Einfamilienhaus gelten immer noch dann als besonders attraktiv, wenn sie auf der „grünen Wiese“ entstehen. Statt des weiteren Verbrauchs neuer Flächen muss die Nutzung gebrauchter Areale und Bauten verbessert werden...
Mehr Politik für weniger Ressourcenverbrauch
Ein Standpunkt von Bernd Meyer.
Projekte
Innovationen, die Budget und Umwelt schonen
In Zeiten knapper werdender Rohstoffe hängt der Unternehmenserfolg mehr den je von der effizienten und innovativen Gestaltung der Geschäftsprozesse und Produkte ab. Wie gut sich dabei wirtschaftlicher Erfolg und Umweltschutz verbinden lassen, zeigen die Projekte zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) der Effizienz-Agentur NRW. [Beitrag lesen]
Gemeinsam effizienter werden
Eine bessere Vernetzung der Akteure in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft erleichtert es, wirtschaftlichen Erfolg mit einem deutlich verringerten Einsatz an Rohstoffen und Energie zu verbinden. Welche Faktoren für eine erfolgreiche Netzwerkbildung entscheidend sind, erläutert Henning H. Sittel, der für die Effizienz-Agentur NRW (EFA) ein deutschlandweites Netzwerk zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) koordiniert.
Berufsbildung in der Ernährungsbranche
Unternehmen, die zukunftsfähig wirtschaften wollen, benötigen Beschäftigte mit entsprechenden Kompetenzen. Vielversprechende Wege, wie diese erworben werden können, zeigt das europäische Pilotprojekt eukona auf. In der Ernährungsbranche könnten Zertifikate für nachhaltigkeitsorientierte Kompetenzen demnächst Schule machen.
Unternehmen
Neue Spannkraft für Beton
Tausende von Besuchern haben den Experten der TU Dresden bestätigt, was sie vorher schon im Labor intensiv geprüft hatten: Die neue Betonbrücke, die weltweit die erste ihrer Bauweise ist, hält den Anforderungen an die Belastbarkeit bestens stand. Während der Landesgartenschau 2006 in Oschatz konnten sie auf ihrem Rundgang durch das Gelände gleichzeitig die neuartige Fußgänger- und Radfahrerbrücke des Betonwerks Oschatz dem Praxistest unterziehen. Dabei erfüllte diese voll und ganz die Erwartungen ihrer Konstrukteure. [Beitrag lesen]
Bleche optimal nutzen
„Dynamisches Schachteln“ heißt das Verfahren, mit dem die Deutsche Mechatronics GmbH den Verschnitt minimiert, wenn aus Blechen Werkstücke ausgeschnitten werden. Vor kurzem hat das Unternehmen aus Mechernich dafür den Deutschen Materialeffizienzpreis 2007 bekommen... [Beitrag lesen]
Feiner Stoff für den Rostschutzmantel
Schrauben für den Automobilbau erhalten einen hochwertigen Rostschutz. Wie dieser mit deutlichen Einsparungen an Material und Aufwand erreicht werden kann, zeigt die Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG in Herdecke. [Beitrag lesen]
Energieeffizienz vom Feinsten
Energieeffizienz, von der Politik als wichtiges Instrument für den Klimaschutz erkannt, ist hier Tagesgeschäft – seit 30 Jahren. Solange bietet Sokratherm mit seinen Blockheizkraftwerken (BHKW) die effizienteste Kraftwerkstechnik, die derzeit auf dem Markt ist.
Der Nachhaltigkeitsmanager Stefan Löbbert
Wenn Stefan Löbbert zu Veranstaltungen kommt, schätzen die Menschen seine Erfahrung als Banker und als Umweltschützer – und laden ihn immer wieder ein. Der 42-Jährige leitet die Nachhaltigkeitsabteilung der drittgrößten Bank Deutschlands, der HypoVereinsbank (HVB). Zu seinem Team zählen 5,5 Mitarbeiter – von insgesamt 27 000 in der HVB, die seit 2005 zur italienischen UniCredit Group gehört. Zu seiner Reputation trägt bei, dass der klassisch ausgebildete Banker den Umweltschutz im Haus gelernt hat, und das Machbare mit dem Möglichen zu verbinden versteht.
Die Herausgeber berichten
Wuppertal Institut
Wuppertaler Wissenschaftler im neuen „Ressourcen-Rat“ der UN
Experten suchten Effizienzpotenziale für Stahl
Europäischer Aktionsplan „Sustainable Consumption and Production“
Effizienz-Agentur NRW
Ressourceneffizienz steigern – in Japan so attraktiv wie in Deutschland
Nachwachsende Rohstoffe in Produktion und Produkten
Future e.V.
Nachhaltigkeitsberichte: Vom guten Beispiel lernen
Geschäftsreisen nachhaltiger gestalten
Perspektiven der Nachhaltigkeitsberichterstattung
memo-Gründer wird Öko-Manager
